Aktualisiert 06.12.2018 08:40

«Um Himmels willen»TV-Nonne nach Striptease zu Geldstrafe verurteilt

Für einen öffentlichen Strip wurde die deutsche Schauspielerin Antje Mönning zu einer Geldstrafe verurteilt. Polizisten filmten die Aktion der 40-Jährigen.

von
fss
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Die ehemalige TV-Nonne Antje Mönning stand wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses in einen Gerichtssaal. Sie hat auf einem Parkplatz einen Striptease hingelegt.

Die ehemalige TV-Nonne Antje Mönning stand wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses in einen Gerichtssaal. Sie hat auf einem Parkplatz einen Striptease hingelegt.

Matthias Balk
Am Dienstag wurde sie zu einer Geldstrafe von 300 Euro verurteilt. Zivilbeamte filmten die Aktion.

Am Dienstag wurde sie zu einer Geldstrafe von 300 Euro verurteilt. Zivilbeamte filmten die Aktion.

Matthias Balk
Mönning hatte eine Rolle in der TV-Serie «Um Himmels Willen».

Mönning hatte eine Rolle in der TV-Serie «Um Himmels Willen».

epa/Daniel Kopatsch

Zwei Jahre spielte Antje Mönning in der ARD-Serie «Um Himmels Willen» die Rolle der Nonne Jenny, einer Novizin, die früher als Stripperin arbeitete.

Einen Strip legte die 40-Jährige auch im Juni dieses Jahres hin. Auf einem Parkplatz im Allgäu posierte sie in einem durchsichtigen Shirt und hob dabei ihren Rock, unter dem sie keine Unterwäsche trug. Dabei hatte sie keine Ahnung, dass es sich bei den Schaulustigen auch um Zivilpolizisten handelte. Die beiden Beamten filmten die eindeutigen Posen.

«Kann nicht glauben, dass es eine Straftat sein soll»

Am Dienstag musste sich die TV-Schwester vor einem Gericht verantworten – dies wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses. Der Richter verurteilte sie zu einer Geldstrafe von 300 Euro.

Mölling wendete sich nicht direkt ans Gericht. Über ihren Anwalt liess sie ausrichten: «Ich kann nicht glauben, dass es eine Straftat sein soll, als Frau seinen Körper zu zeigen.» Ausserdem kritisierte sie die Aufnahme der Aktion, da sie nicht gefragt wurde.

Die Nonne wollte den Freispruch, da sie den Strip als künstlerische Freiheit betrachte. Sie habe den Rock «aus einer künstlerischen Laune heraus» gehoben, sagte ihr Anwalt. Die Schauspielerin zeigte nach dem Urteil keine Reue: «Es werden klar weitere Aktionen folgen.»

Rappende Schwester Antje

Auf Youtube verbreitete sie bereits vor dem Prozess einen Song. Als Schwester Antje singt sie zur bekannten Melodie von «Ihr Kinderlein kommet»: «Zeigt her eure Brüste, zeigt her eure Mu und lächelt den fleissigen Kommissaren zu.» Ausserdem rappt sie: «Wärst du gerne ein Polizist gewesen und hättest zugesehen, war der Strip ein Ärgernis oder fast jugendfrei?» Am Ende des Videos zeigt sie sich nackt, nur die Brüste sind mit Sternen bedeckt.

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