Social Media greifen durch: Twitter und Facebook sperren Trumps Accounts
Publiziert

Social Media greifen durchTwitter und Facebook sperren Trumps Accounts

Bislang beschränkten sich Twitter und Facebook auf Warnhinweise bei Tweets von US-Präsident Donald Trump. Nun gehen die sozialen Plattformen weiter.

1 / 63
Die Anhänger von Donald Trump seien «vom Präsidenten provoziert» worden, das Capitol zu stürmen, sagte der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell am Dienstag.

Die Anhänger von Donald Trump seien «vom Präsidenten provoziert» worden, das Capitol zu stürmen, sagte der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell am Dienstag.

Reuters
Kurz nach der Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen ihn hat sich der abgewählte US-Präsident Donald Trump mit einem Aufruf zur Versöhnung an die Nation gewandt. «Ich verurteile eindeutig die Gewalt, die wir in der vergangenen Woche gesehen habe», sagte Trump in einer gut fünfminütigen Videobotschaft.

Kurz nach der Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen ihn hat sich der abgewählte US-Präsident Donald Trump mit einem Aufruf zur Versöhnung an die Nation gewandt. «Ich verurteile eindeutig die Gewalt, die wir in der vergangenen Woche gesehen habe», sagte Trump in einer gut fünfminütigen Videobotschaft.

AFP
Die Stadt New York löst alle Verträge mit der Trump Organization auf.

Die Stadt New York löst alle Verträge mit der Trump Organization auf.

Getty

Nach Twitter schiebt auch Facebook dem scheidenden US-Präsidenten Donald Trump einen Riegel vor. Das Online-Netzwerk gab am Mittwoch bekannt, dass Trump für 24 Stunden keine Posts mehr werde absetzen können. Grund der Sperrung seien zwei Verstösse gegen Facebook-Richtlinien.

Nach der Erstürmung des US-Capitols durch Anhänger Trumps hatte Twitter zuvor dessen Account für zwölf Stunden blockiert und ihm mit einer dauerhaften Sperrung gedroht. Trump hatte in einer Reihe von Tweets nach den chaotischen Szenen seine haltlosen Vorwürfe von Wahlbetrug bekräftigt und Verständnis für den aufgebrachten Mob geäussert. Twitter entfernte diese Postings und ein Video und sperrte den Account schliesslich ganz, und zwar zum ersten Mal. Sollte Trump künftig weiter gegen die Richtlinien gegen die Verbreitung von Fehlinformationen verstossen, werde sein Account dauerhaft gesperrt, hiess es von Twitter.

Vorwürfe an Plattformen

In der entfernten Video-Botschaft sagte Trump: «Ich kenne euren Schmerz. Ich weiss, dass ihr euch verletzt fühlt. Aber ihr müsst jetzt nach Hause gehen», sagte er. «Wir können diesen Leuten nicht in die Hände spielen. Wir brauchen Frieden. Also geht heim. Wir lieben euch. Ihr seid etwas ganz Besonderes.» Später schrieb er: «Das sind Dinge und Ereignisse, die passieren, wenn ein ehrwürdiger Erdrutschsieg bei einer Wahl ohne viel Federlesen und auf so bösartige Weise grossen Patrioten entrissen wird, die so lange schlecht und unfair behandelt worden sind», schrieb Trump auf Twitter. «Geht in Liebe und Frieden nach Hause. Erinnert euch für immer an diesen Tag.»

Während einige Beobachter das Durchgreifen der Internet-Plattformen begrüssten, warfen einige Experten den Unternehmen vor, im Umgang mit Trump und dessen Unterstützern jahrelang nur herumgedruckst zu haben. In all der Zeit hätten sie gefährliche Falschinformationen unters Volk bringen und zu Gewalt anstiften können, die zu der jüngsten Eskalation beigetragen haben.

(DPA/chk)

Deine Meinung

23 Kommentare