Bösartige Apps: Twitter warnt vor gefährlicher Sicherheitslücke
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Bösartige AppsTwitter warnt vor gefährlicher Sicherheitslücke

Eine Pop-up-Warnung begrüsst momentan Twitter-Nutzer auf Android-Geräten. Darin heisst es, dass eine gefährliche Sicherheits-Lücke entdeckt worden sei, die es auf die Daten der User abgesehen habe.

von
Dominique Zeier
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So sah die Sicherheitswarnung von Twitter aus.

So sah die Sicherheitswarnung von Twitter aus.

Screenshot Twitter
Betroffen seien noch rund 4 Prozent aller Nutzer.

Betroffen seien noch rund 4 Prozent aller Nutzer.

KEYSTONE
Die erneute Sicherheitswarnung kommt nur wenige Wochen nach dem grössten Hack der Unternehmensgeschichte.

Die erneute Sicherheitswarnung kommt nur wenige Wochen nach dem grössten Hack der Unternehmensgeschichte.

Darum gehts

  • Twitter hat kommuniziert, dass Millionen von Android-Nutzern von einer Sicherheitslücke bedroht werden.
  • Mit dieser Lücke ist es möglich, dass andere, bösartige Apps persönliche Daten aus der Twitter-App auslesen.
  • Dagegen helfen kann ein Android-Sicherheits-Update.

Wer über ein Android-Smartphone verfügt und am Mittwoch oder Donnerstag die Twitter-App geöffnet hat, ist mit einer Sicherheitsmeldung begrüsst worden. Darin heisst es: «Wir haben vor kurzem ein Sicherheitsproblem bei Version 8 und 9 des Betriebssystems Android entdeckt, von dem du möglicherweise betroffen warst. Soweit wir wissen, haben 96 Prozent aller Nutzer von Twitter für Android bereits ein Android-Sicherheits-Patch installiert, das sie vor dieser Schwachstelle schützt.»

Dies bedeutet allerdings auch, dass nach wie vor 4 Prozent aller Twitter-Nutzer Gefahr laufen, durch weitere bösartige Apps persönliche Daten, die in der Twitter-App gespeichert sind, ohne ihr Wissen preiszugeben. Ebenfalls ist es diesen Apps dank der Lücke möglich, die Privatnachrichten der Nutzer zu lesen. Auch wenn sich 4 Prozent nach einem kleinen Bruchteil der Twitter-Gemeinde anhört, sind es dennoch mehrere zehn Millionen Nutzer, die potentiell betroffen sind.

Unklar, ob Schwachstelle ausgenutzt wurde

Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass Hacker die Schwachstelle, die entdeckt wurde, tatsächlich ausgenutzt haben, heisst es vonseiten von Twitter. «Wir können aber nicht absolut sicher sein», wird laut BBC jedoch eingeräumt. Nicht kommuniziert wird, wie lange die Schwachstelle bereits aktiv war.

Um sicherzustellen, dass man auch in Zukunft vor ähnlichen Sicherheitslücken geschützt ist, sollten Smartphone-Nutzer sicherstellen, Apps nur aus vertraulichen Quellen wie dem App-Store oder dem Google Play Store zu installieren. Ausserdem sollte sichergestellt werden, dass jegliche Apps und auch das Betriebssystem des Handys stets auf dem neuesten Stand und die neusten Updates installiert sind.

Die neuste Sicherheitswarnung von Twitter kommt nur wenige Wochen nach einem der grössten Hacks der Geschichte des Unternehmens. Dabei waren die Konten zahlreicher Prominenter gekapert worden, darunter der frühere US-Präsident Barack Obama, Microsoft-Gründer Bill Gates und Tesla-Chef Elon Musk. Auch Firmen-Accounts, etwa von Apple, wurden gehackt. Die Accounts riefen Nutzer in Tweets dazu auf, Kryptowährung Bitcoin auf ein bestimmtes Konto zu schicken – verbunden mit dem Versprechen, den Betrag doppelt zurückzuzahlen. Dabei kamen nach Angaben der Ermittler mehr als 100’000 US-Dollar zusammen.

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

Deine Meinung

3 Kommentare
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Herr Bröätigäm

07.08.2020, 20:06

Der Daumen-runter-Button geht so: Laptop oder PC umdrehen - Daumen zeigt nach unten - und Click!

Ola

07.08.2020, 18:55

Hihihi... hoho...soo lustich.

TatüTata

07.08.2020, 03:15

Die Tweets sind die gefährliche Lücke.