Typisch schwedisch: «Sextage»
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Typisch schwedisch: «Sextage»

An der Stockholmer Universität wimmelt es diese Woche von Busen, Dildos und Lederartikel: Die «Sextage» finden statt – mitten auf dem Campus.

Die Organisatoren der «Sexdagarna», zu Deutsch Sextage locken mit Vorträgen über Pornos und den weiblichen Orgasmus, mit Dildo-Ständen und Gleitcreme-Pröbchen. Im Angebot stehen Themen wie «Männer, Sex und zur richtigen Zeit kommen», «Fragen und Antworten zu Sex und Spielzeug», «Der Porno rettet die Welt», oder «Gesichter des weiblichen Orgasmus».

Die Meinung unter den Studenten ist gespalten. Ausstauschstudenten aus dem Ausland: «Die wollen schockieren, das ist typisch schwedisch. Es ist alles so frei und offen hier», freut sich hingegen die Italienerin Anita Boffano.

Doch den Veranstaltern geht es um etwas anderes: «Wir wollen informieren. Ausserdem wollen wir Dinge normalisieren und Tabus brechen. Niemand soll sich schämen oder abnormal fühlen, nur weil er bestimmte Sexpraktiken bevorzugt», erklärt die 27-jährige Projektleiterin Carolina Orre die Absicht der 14 Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen, die an der Messe teilnehmen.

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