New York: U-Bahn-Schubser ist ein vorbestrafter Obdachloser
Aktualisiert

New YorkU-Bahn-Schubser ist ein vorbestrafter Obdachloser

Der Mann, der einen 61-Jährigen vor eine U-Bahn gestossen hat, ist gefasst: Es handelt sich um den Obdachlosen Kevin Darden (34). Er könnte ein Wiederholungstäter sein.

von
lüs

Der 34-jährige Obdachlose Kevin Darden hat den ihm unbekannten Wai Kuen Kwok (61) am Sonntag vor eine U-Bahn geschubst, worauf dieser vom Zug überrollt und getötet wurde. Darden war nach der Tat von Überwachungskameras gefilmt worden, deren Aufnahmen die New Yorker Polizei veröffentlichte.

Mehrere New Yorker erkannten Darden, weil sie von ihm schon um Kleingeld gebeten worden waren. In der Nähe des Hauses seiner Mutter im Stadtteil Bronx wurde der Verdächtige nun verhaftet.

Ähnlicher Vorfall vor zwei Wochen

Gemäss den «New York Daily News» könnte es sich bei Darden um einen Wiederholungstäter handeln: Bereits am 6. November hatte er in einer U-Bahn-Station in Manhattan einen Passagier angegriffen.

Laut dem 51-Jährigen, der wie Wai asiatische Wurzeln hat, hatte Darden gesagt: «Gehe mir aus dem Weg, ich warne dich» und ihn daraufhin zu Boden gestossen. Das Opfer musste mit Hand- und Rückenverletzungen ins Spital gebracht werden. Ein Zeuge sagt zudem aus, er sei eine halbe Stunde vor dem Tod von Wai Kuen Kwok von Darden ausgeraubt worden.

Darden hat eine lange kriminelle Karriere hinter sich: Er ist in seinem Leben bereits 30 Mal verhaftet worden. Unter anderem soll der Obdachlose vor drei Jahren versucht haben, das Haus seines Bruders in Brand zu stecken. Weitere Gründe für seine Verhaftungen waren Drogenbesitz, Raub und Belästigung. Zuletzt war er nur acht Tage vor dem tödlichen U-Bahn-Unglück festgenommen worden – er hatte einen Taschendiebstahl begangen.

Harter Schlag für U-Bahn-Chauffeur

Der Chauffeur der U-Bahn, die Wai Kuen Kwok überrollte, James Muriel, äussert sich in der «New York Post»: «Ich möchte mich bei Wais Familie entschuldigen – doch ich konnte nichts tun.»

Muriel, der schon seit 23 Jahren Zugführer ist, hat bereits zum dritten Mal mit seinem Zug einen Menschen erfasst – nach dem zweiten Vorfall im Jahr 2013 musste er sich acht Monate lang krankschreiben lassen, um sein Trauma zu verarbeiten. Muriel: «Ich kehrte in diesen Job nur zurück, um meiner Tochter das College bezahlen zu können.»

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