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MexikoU-Bahn-Schützen drohen 50 Jahre Haft

Weil er auf der Flucht vor der Polizei in der U-Bahn von Mexiko-Stadt zwei Menschen erschossen hat, drohen einem Graffiti-Sprayer bis zu 50 Jahre Haft. Der Mann werde wegen Mordes angeklagt, teilte die Staatsanwaltschaft der mexikanischen Hauptstadt mit.

Eine psychologische Untersuchung habe ergeben, dass der 38 Jahre alte Mann schuldfähig sei, teilten die Behörden mit. Der Mann hatte am Freitag mitten im Berufsverkehr wild um sich geschossen und zwei Menschen tödlich getroffen. Bei den Opfern handelt es sich um einen Fahrgast und einen Polizisten. Zehn Menschen wurden nach Angaben der Behörden verletzt.

Die Schiesserei ereignete sich in der Station Balderas. Der 38-jährige habe eine regierungskritische Parole mit einem Filzstift an die Wand geschrieben und sei deswegen von dem Polizisten zur Rede gestellt worden, teilte Generalstaatsanwalt Miguel Angel Mancera mit. Daraufhin habe er den Beamten erschossen und dann einen Passanten tödlich getroffen, der versucht habe, den Schützen aufzuhalten. Der Täter lief nach Angaben Manceras daraufhin zu einer U-Bahn und gab weitere Schüsse ab, ehe er überwältigt werden konnte. (sda/dapd)

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