Vorzeitiger Vollzug: «U-Haft macht ihn irre» – Jihadist tritt Strafe an

Aktualisiert

Vorzeitiger Vollzug«U-Haft macht ihn irre» – Jihadist tritt Strafe an

Mohammed A., Mitglied der Schaffhauser IS-Zelle, hat ein Gesuch für vorzeitigen Strafvollzug gestellt. Er hält die Kontaktlosigkeit in Sicherheitshaft nicht mehr aus.

von
ann

Mohammed A. will nicht mehr in Untersuchungshaft sitzen. Der wegen Zugehörigkeit zu einer IS-Zelle verurteilte Iraker stellte über seinen Anwalt einen Antrag auf vorzeitigen Strafvollzug. Das Gesuch wurde bereits vier Tage nach der Verkündung des mündlichen Urteils Mitte März eingereicht.

«Die Untersuchungshaft ist für meinen Mandanten sehr schwer, die Kontaktlosigkeit macht ihn irre», begründet Anwalt Andreas Damke die Eingabe. Mohammed A. sitzt seit seiner Verhaftung am 7. April 2014 in Sicherheitshaft. Mitte März dieses Jahres wurde er vom Bundesstrafgericht zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 8 Monaten verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. «Das bedeutet nicht, dass wir das Urteil nicht weiterziehen», sagt denn auch Anwalt Damke. Den Entscheid fälle er mit seinem Mandanten, wenn das schriftliche Urteil vorliege.

Mohammed A. kommt in Schaffhauser Gefängnis

Das Gesuch von Mohammed A. hat das Bundesgericht bereits am 7. April bewilligt. Eine Auflage des Bundesgericht ist dabei, dass die Vollzugsanstalt, geeignete Massnahmen zur Verhinderung einer Flucht ergreift. Mohammed A. kommt ins Kantonale Gefängnis von Schaffhausen.

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