Taxi-Reglement: Uber fährt weiterhin einen Bogen um Bern
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Taxi-ReglementUber fährt weiterhin einen Bogen um Bern

Der US-Fahrdienstvermittler Uber wird seine Dienste vorerst nicht in Bern anbieten. Das Taxi-Reglement halte mit der Digitalisierung nicht Schritt, meint ein Uber-Manager.

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sul
Verschiedene Anforderungen des Berner Taxi-Reglements würden mit der App von Uber erfüllt, sagt Uber-Manager Fabian Ladda.

Verschiedene Anforderungen des Berner Taxi-Reglements würden mit der App von Uber erfüllt, sagt Uber-Manager Fabian Ladda.

Keystone/Christian Beutler

Im Gegensatz zu Zürich, Basel und Genf ist der US-Fahrdienstvermittler Uber in Bern noch nicht in Erscheinung getreten – und das bleibt vorerst auch so, wie der «Bund» vermeldet. Grund ist das Berner Taxi-Reglement, das vor Kurzem gesamterneuert wurde. Trotzdem sei es «leider nicht an die Digitalisierung angepasst» worden, meinte Uber-Manager Fabian Ladda am Mittwoch an einem Referat vor dem Business Club Bern.

Er stiess sich etwa an dem per Reglement vorgesehenen Ortskunde-Test, bei dem Taxifahrer ihre Ortskenntnisse unter Beweis stellen müssen. Als Hilfsmittel ist ein Stadtplan erlaubt, jedoch kein Navi. «In Zeiten von Navigationsgeräten ist es nicht mehr unbedingt nötig, alle Strassennamen auswendig zu können», sagte Ladda vor den Berner Wirtschaftsvertretern.

Personentransporte per Drohne

Weiter seien Forderungen verankert, denen Uber bereits mit seiner App gerecht werde. So schreibe das Berner Reglement vor, wo und wie gross die Preise am Fahrzeug angeschrieben sein müssten. Die App gebe ja an, wie teuer die gewünschte Strecke werde, sagte Ladda. Auch der Passus, dass nur «saubere und betriebssichere Taxis ohne grobe Beschädigungen» zum Fahrdienst zugelassen sind, erledige sich über die App. Dort könnten sich Kunde und Chauffeur mit der Vergabe von Sternen gegenseitig bewerten.

Uber ist heute weltweit in über 450 Städten vertreten und tätigt täglich mehr als 5 Millionen Fahrten. Damit will sich das Unternehmen aber nicht begnügen. Künftig schweben ihm gar Personentransporte via Drohne vor. Ladda: «Wenn es die Regulatoren denn zulassen.»

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