Aus für Amateur-Taxis: Uber stoppt Fahrservice Pop in Zürich
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Aus für Amateur-TaxisUber stoppt Fahrservice Pop in Zürich

Der Fahrdienst Uber Pop wird in Zürich eingestellt. Ohne Taxi-Lizenz können die Fahrer nicht mehr weiterarbeiten.

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bee/kwo
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Uber stellt in Zürich den Dienst Uber Pop ein.

Uber stellt in Zürich den Dienst Uber Pop ein.

Keystone/Steffen Schmidt
Der Taxi-Vermittler kommt nicht aus den schlechten Nachrichten heraus. Vor kurzem war Boss Travis Kalanick, hier bei der «Vanity Fair»-Oscar-Party in Beverly Hills, zurückgetreten. (26. Februar 2017)

Der Taxi-Vermittler kommt nicht aus den schlechten Nachrichten heraus. Vor kurzem war Boss Travis Kalanick, hier bei der «Vanity Fair»-Oscar-Party in Beverly Hills, zurückgetreten. (26. Februar 2017)

Keystone
Gemäss einem Medienbericht hatten ihn Investoren in einem Schreiben zum Rücktritt aufgefordert.

Gemäss einem Medienbericht hatten ihn Investoren in einem Schreiben zum Rücktritt aufgefordert.

AFP

Der Taxi-Vermittler Uber beendet in Zürich das Abenteuer Uber Pop. Der Service, der von Amateur-Fahrern in Privatautos angeboten wurde, wird am Donnerstag eingestellt. Das berichtet der «Blick».

Weiter betrieben werden sollen hingegen die Angebote Uber X mit regulären Taxis und Uber Black mit schwarzen Limousinen. Grund für das Ende von Pop: Die Fahrer des Dienstes hätten eigentlich höchstens zwei Mal pro Woche Passagiere einladen dürfen – ohne dabei Gewinn zu erzielen. Daran hielten sich viele Fahrer nicht und wurden entsprechend oft von der Polizei gebüsst.

Freude für Gewerkschaften und Taxi-Verbände

Auch Gewerkschaften und Taxi-Verbänden waren die Amateur-Chauffeure ein Dorn im Auge. Sie erringen mit der Einstellung nun einen Teilsieg. Weiterhin erhältlich ist Uber Pop in der Schweiz nur noch in Basel und Lausanne. Zuvor hatte der Kanton Genf das Angebot bereits verbieten lassen.

Für die bisherigen Pop-Fahrer aus Zürich bedeutet die Änderung, dass sie drei Monate Zeit haben, sich eine Taxi-Lizenz zu besorgen. Dann können sie weitermachen. Der «Blick» zitiert diesbezüglich einen Sprecher von Uber mit den Worten, mit der Streichung von Uber Pop reagiere man «auf den Wunsch von Fahrern, über Uber Geld verdienen zu können». Wie viele Kunden Uber Pop in Zürich bisher nutzten, ist nicht bekannt.

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