Gute Quartalszahlen: UBS-Aktie hebt ab
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Gute QuartalszahlenUBS-Aktie hebt ab

Die Agentur Bloomberg hat Gutes über die zuletzt arg geschundene UBS zu berichten. Die Börse nimmts dankend auf und verhilft der UBS-Aktie zu einem deutlichen Gewinnsprung.

Die Grossbank UBS macht mit dem einstigen Sorgenkind Investmentbanking wieder Milliardengewinne. Das gilt vor allem für den Bereich FICC, in dem die Bank ihre Geschäfte mit Zinspapieren, Devisen und Rohstoffen angesiedelt hat.

Die UBS liess am Dienstag durchblicken, dass das in einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg genannte Spartenergebnis von 2,3 Mrd. Dollar im ersten Quartal nicht weit über den eigenen Erwartungen liege. Eine absolut zuverlässige Schätzung für den FICC-Gewinn sei nicht möglich. Denn nach dem Quartalsende müssten noch Anpassungen vorgenommen werden, die etwa mit der Bewertung eigener Kredite in der Bilanz zu tun haben.

Doch das offenbar gutes Ergebnis im Festzinsgeschäft hat am Dienstag den Aktienkurs der Bank beflügelt. Die Titel standen nach Handelsschluss 3 Prozent im Plus bei 17.09 Franken. Am Morgen hatte der Kurs nur knapp das bisherige Jahreshöchst von 17.50 Fr. verfehlt. Von den gut 40 Punkten, die der SMI zulegt, ist rund die Hälfte auf den Anstieg der UBS-Aktie zurückzuführen.

Die UBS sah sich angesichts der Ad-hoc-Publizitätsregeln der Schweizer Börse zu einem Kommentar verpflichtet. Sie betonte in ihrer Mitteilung, dass das Quartal noch nicht abgeschlossen sei und die Ergebnisse angepasst werden könnten aufgrund möglicher «Fair-Value-Berechnungen» - einschliesslich der Bewertung eigener Verbindlichkeiten.

Die Zahlen für das erste Quartal legt die UBS am 4. Mai 2010 vor. Das Schlussquartal 2009 hatte die Bank mit einem Gewinn von 1,205 Mrd. Fr. abgeschlossen. Alle Bereiche, auch die Investmentbank, trugen zum positiven Ergebnis bei.

Das Fixed Income-Geschäft (Fixed Income, Currencies and Commodities FICC) hatte in der Finanzkrise grosse Verluste erlitten. Die Sparte, die im Geschäft mit US-Ramsch-Hypotheken tätig war, hatte 2008 ein Minus von knapp 32 Mrd. Franken geschrieben. Im ersten Quartal 2009 hatte FICC einen Verlust von 1,97 Mrd. Fr. (1,85 Mrd. Dollar) verzeichnet.

2009 drückte der im April des Jahres angetretene Spartenchef Carsten Kengeter den Fehlbetrag auf knapp 550 Mio. Franken und wurde mit einem Bonus von 12,5 Mio. Franken zum bestbezahlten Manager in der UBS-Konzernleitung. (sda)

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