UBS-Aktionäre müssen unten durch
Aktualisiert

UBS-Aktionäre müssen unten durch

Das Debakel der UBS in der US-Hypothekenkrise bekommen auch die Aktionäre zu spüren. Sie müssen eine deutliche Kürzung ihrer Dividende in Kauf nehmen, wie das am Mittwoch von der Grossbank bekannt gegebene Umtauschverhältnis für die Aktiendividende deutlich macht.

Die Ausschüttung einer Aktiendividende an Stelle einer Bardividende ist Teil des ersten Massnahmenpakets zur Stärkung der Kapitalbasis der Grossbank, das die Aktionäre an der ausserordentlichen Generalversammlung vom vergangenen 27. Februar gutgeheissen hatten. Nun legte der Verwaltungsrat das Umtauschverhältnis für die Aktiendividende auf 20:1 fest. Jeder Namenaktie wird ein handelbares Anrecht mit einem Nennwert von zehn Rappen zugeteilt. 20 Anrechte berechtigen zum unentgeltlichen Bezug einer neuen Namenaktie mit einem Nennwert von zehn Rappen.

Nach dem Schlusskurs der UBS-Aktie vom Dienstag entspricht die Aktiendividende damit 1,69 Franken, was einer deutlichen Kürzung der Ausschüttung im Vergleich zum Vorjahr gleichkommt. Für 2006 hatten die UBS-Aktionäre noch eine Bardividende von 2,20 Franken erhalten.

Die UBS hat wegen Fehlspekulationen auf dem US-Immobilienmarkt bisher Abschreibungen und Verluste in der Höhe von gut 40 Milliarden Franken erlitten. Dies zwang die grösste Schweizer Bank zu zwei Kapitalerhöhungen. Mit Zustimmung der Aktionäre vom 27. Februar schiessen der Staatsfonds GIC in Singapur und ein unbekannter Investor aus dem Nahen Osten 13 Milliarden Franken in Form einer Pflichtwandelanleihe ein. Am kommenden Mittwoch wird die Generalversammlung über eine ordentliche Kapitalerhöhung von 15 Milliarden Franken entscheiden, die von vier internationalen Grossbanken fest übernommen wird. (dapd)

Deine Meinung