Veruntreuung: UBS-Banker unter Verdacht
Aktualisiert

VeruntreuungUBS-Banker unter Verdacht

Ein UBS-Angestellter soll 1,5 Millionen Franken von seinen Kunden abgezweigt und für private Börsengeschäfte sowie seinen Lebensunterhalt genutzt haben.

Die Staatsanwaltschaft Solothurn hat beim Amtsgericht Olten-Gösgen Anklage gegen einen ehemaligen UBS-Mitarbeiter erhoben. Der Angeklagte habe insgesamt 26 Transaktionen ohne Wissen und Zustimmung der jeweiligen Kontoinhaber vorgenommen, wie die Solothurner Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Betroffen seien rund zehn Personen.

Der ehemalige UBS-Banker - ein Schweizer aus der Region Olten im Alter von 41 Jahren - sei geständig. Er muss sich vor dem Amtsgericht Olten-Gösgen wegen qualifizierter Veruntreuung verantworten. Der Vorwurf auf Urkundenfälschung wurde hingegen fallen gelassen. Dem Banker konnte keine Verwendung von gefälschten Urkunden nachgewiesen werden, wie die Staatsanwaltschaft festhielt.

Er sass wegen Verdunkelungsgefahr von März bis Ende Mai 2009 knapp zwei Monate in Untersuchungshaft. Ein Termin für die Gerichtsverhandlung steht noch nicht fest.

Ermittlungen auch gegen UBS-Banker aus Grenchen SO

Neben dem UBS-Banker aus Olten steht auch ein Berufskollege aus dem solothurnischen Grenchen im Visier der Behörden. Dieser steht im Verdacht, insgesamt acht Millionen Franken Kundengelder veruntreut zu haben.

Er soll dabei mit einem mutmasslichen Komplizen aus der Raiffeisenbank in Solothurn zusammengearbeitet haben. Beide Männer sassen ebenfalls in Untersuchungshaft. Der Fall war im Dezember 2008 aufgeflogen.

In diesem Verfahren sei die Ermittlungen der Polizei noch im Gang, sagte Staatsanwältin Barbara Lips am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Es sei noch unklar, ob und wann Anklage erhoben werde.

(sda)

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