Pannenbank: UBS-Banker veruntreuten fast zehn Millionen
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PannenbankUBS-Banker veruntreuten fast zehn Millionen

Ein ehemaliger Banker der Grossbank UBS in Grenchen SO hat mutmasslich acht Millionen Franken veruntreut. Ein anderer 1,4 Millionen in Olten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die beiden.

Die Solothurner Staatsanwaltschaft ermittelt im Grenchner Fall wegen qualifizierter Veruntreuung, ungetreuer Geschäftsbesorgung, Geldwäscherei und Urkundenfälschung. Der Banker wurde Ende Mai aus der Untersuchungshaft entlassen, wie Sabine Husi, Stellvertreterin des Solothurner Oberstaatsanwaltes, am Dienstag einen Bericht des «Solothurner Tagblatts» bestätigte. Es bestehe weder Verdunkelungs- noch Fluchtgefahr.

Acht Millionen weg

Anleger hatten dem UBS-Mitarbeiter Gelder in der Höhe von 17 Millionen Franken anvertraut. Weil auch Rück- und Renditezahlungen gemacht wurden, beläuft sich die effektive Schadenssumme auf rund acht Millionen Franken, wie Husi festhielt.

Auch der mutmassliche Komplize, ein ehemaliger Angestellter der Raiffeisenbank in Solothurn, ist wieder auf freiem Fuss. Er war zur Verhaftung ausgeschrieben gewesen und hatte sich selbst der Polizei gestellt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen qualifizierter Veruntreuung. Der Fall flog im Dezember auf.

Zweiter Fall in Olten

Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft nach wie vor gegen einen UBS-Mitarbeiter in Olten. Dieser habe unterdessen Veruntreuung und Urkundenfälschung grundsätzlich gestanden, sagte Husi.

Dem Banker wird vorgeworfen, Anleger um 1,4 Millionen Franken erleichtert zu haben. Der Beschuldigte sass bis Ende Mai in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft geht im Oltner Fall von zehn Geschädigten aus.

(sda)

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