Rationalisierung: UBS baut 3500 Stellen ab
Aktualisiert

RationalisierungUBS baut 3500 Stellen ab

Die Grossbank UBS wird im Rahmen ihres Kostensenkungsprogramms 3500 Stellen abbauen. In der Schweiz kommt es zu 400 Entlassungen. Die Bank will damit bis Ende 2013 zwei Milliarden Franken einsparen.

Die Grossbank UBS baut 3500 Stellen ab. Sie hat am Dienstag Details des Kostensenkungsprogramms bekannt gegeben, das sie bereits Ende Juli angekündigt hatte. Der Abbau erfolgt demnach durch Entlassungen und durch natürliche Fluktuationen.

Rund 45 Prozent der betroffenen Stellen werden im Investmentbanking abgebaut, 35 Prozent im Wealth Management und Swissbanking.

400 Stellen in der Schweiz betroffen

Der Personalabbau bei der Grossbank UBS hat auch Auswirkungen auf die Schweiz. Es könne zu rund 400 Entlassungen kommen, teilte die UBS am Dienstag mit. Die Bank habe Gespräche mit den UBS-Arbeitnehmervertretern aufgenommen.

Betroffene Mitarbeiter will die Grossbank im Rahmen eines Sozialplans unterstützen. Vom Abbau betroffen sind vor allem Stellen in den Abteilungen zentrale Dienste sowie Stabstellen (Back- und Middle-Office-Funktionen). Betroffen ist vor allem die Region Zürich.

Weitgehend ungeschoren davon kommt der Bereich Kunden- und Anlageberatung. Als drittgrösster privater Arbeitgeber in der Schweiz werde die UBS die Zahl der Lehrstellen nicht verändern und weiter in die Ausbildung investieren, hiess es weiter.

Bis 2013 zwei Milliarden einsparen

Mit diesem Abbau will die Bank bis Ende 2013 jährlich rund zwei Milliarden Franken sparen. Hierfür rechnet sie mit Restrukturierungskosten von rund 550 Mio. Franken. Rund 450 Mio. Fr. fallen in der zweiten Jahreshälfte an. Der grösste Teil werde im dritten Quartal belastet, heisst es in der Mitteilung.

(sda)

Aktien der UBS im Plus

Das Sparziel der UBS kommt bei Anlegern offenbar gut an: Die Aktien der Grossbank standen am Dienstag um 10.30 Uhr 2,94 Prozent im Plus und notierten damit etwas höher als der Gesamtmarkt. Die Titel profitieren aber auch von den positiven Vorgaben aus Asien.

Insgesamt werfen die Detailinformationen zum Kostensparprogramm unter den Analysten keine grossen Wellen. Die Aktien der Konkurrentin CS gewannen zeitgleich 3,05 Prozent.

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