Wirtschaft: UBS belastet Börse
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WirtschaftUBS belastet Börse

Die Schweizer Börse hat schwächer geschlossen. Nach der Veröffentlichung eines erneuten Quartalsverlustes und einer strategischen Neuausrichtung gingen die Aktien der Grossbank UBS schwächer aus dem Handel.

Abgaben bei den Aktien des Elektrotechnikkonzerns ABB und des Pharmariesen Novartis drückten zusätzlich auf den Markt. Der SMI schloss um 0,49 Prozent tiefer auf 7301,84 Punkten. Der breite SPI sank 0,43 Prozent auf 6102,04 Zählern.

UBS rutschen deutlich ab

Nach einem weitgehend festeren Verlauf büssten die Aktien der UBS 2,4 Prozent ein. Händler erklärten sich die Abgaben mehr mit der Entwicklung der Finanzwerte in den USA als mit dem als insgesamt positiv beurteilten Zwischenbericht und der angekündigten Reorganisation.

In den USA waren wieder Ängste aufgekommen, dass die Kreditkrise im Finanzsektor noch nicht ausgestanden ist. Die drittgrösste US- Bank JPMorgan Chase hatte bekanntgegeben, wegen der Turbulenzen an den Kredit- und Hypothekenmärkten seit Juli Verluste in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar verbucht zu haben.

Die Handelsbedingungen hätten sich im Vergleich zum zweiten Quartal zuletzt deutlich verschlechtert. Zudem hiess es in einem Bericht der Fed, dass sich die Kreditbedingungen in den USA verschlechtert hätten.

«Der Druck auf die Banken frischte mit dem Handelsstart an der Wall Street wieder auf», sagte ein Händler. So gaben auch die Aktien von Credit Suisse oder der Bank Vontobel deutlich nach. Vontobel wird am Mittwoch den Zwischenbericht vorlegen. Händler sprachen daher auch von Verkäufen im Vorfeld der Zahlen.

ABB unter Abgabedruck

Die ABB-Aktien verloren 2,5 Prozent. Händler sagten, die Papiere einiger Unternehmen aus der Investitionsgüterindustrie stünden unter Abgabedruck. Angesichts der sich mehrenden Schwächezeichen aus Europa und auch aus Asien gingen Anleger auch von einen Rückgang bei den Maschinen- und Anlagenbauern aus. Zudem habe sich auch eine US-Bank negativ zu diesem Sektor geäussert, hiess es.

Auch die Titel der grossen Pharmaunternehmen gaben Boden preis. Novartis sanken 0,9 Prozent, Roche 0,5 Prozent. Dagegen rückten die Titel der Biotechnologiefirma Addex neun Prozent vor. Händler verwiesen darauf, dass kürzlich ein Verwaltungsratsmitglied für gut eine Million Franken Aktien gekauft hat. Dies löste Übernahmespekulationen aus.

Die Aktien des Bau und Hotelkonzerns Orascom litten dagegen unter kräftigen Einbussen. Auch hier verwiesen Händler auf die Zahlen, die das Unternehmen demnächst vorlegen wird. Die Aktien verloren über neun Prozent.

(sda)

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