Jahresbilanz 2013: UBS-Boni steigen um 28 Prozent
Aktualisiert

Jahresbilanz 2013UBS-Boni steigen um 28 Prozent

Die UBS erzielte 2013 einen Reingewinn von 3,17 Milliarden Franken – nach einem Verlust von 2,48 im Jahr 2012. Vom Erfolg haben auch die Mitarbeiter etwas.

Die UBS erzielt im Jahr 2013 einen Reingewinn von 3,17 Milliarden Franken.

Die UBS erzielt im Jahr 2013 einen Reingewinn von 3,17 Milliarden Franken.

Die UBS bezeichnet 2013 als Übergangsjahr: Präsident Axel Weber und Konzernchef Sergio Ermotti haben den Umbau der grössten Schweizer Bank zu einem hauptsächlich in der Vermögensverwaltung tätigen Institut weitergetrieben.

In der Jahresbilanz weist die Bank 3,17 Mia. Fr. Reingewinn aus. Damit kehrt die UBS nach eigenen Angaben zu einer «Normalisierung» der Zuteilung variabler Vergütungen zurück.

Nach der Publikation der Jahresergebnisse haben die Aktien der Grossbank UBS deutlich an Wert zugelegt. Bei der Eröffnungsauktion an der Schweizer Börse am Dienstag wurden die Papiere um 3,8 Prozent teurer gehandelt als noch am Montagabend. Nach einem kurzen Kurstaucher unmittelbar nach Handelsbeginn pendelte sich der Aktienkurs wieder zwischen 18 und 18,15 Franken ein, was gegenüber dem Vortag einem Plus zwischen 3,3 und 3,8 Prozent entspricht.

Verlust im Vorjahr wegen Strafen

Im Vorjahr hatte die Bank in der Folge von Strafen für gross angelegte Handelsmanipulationen und wegen des kostspieligen Investmentbank-Rückbaus 2,48 Mia. Fr. Verlust geschrieben. Der um Sonderfaktoren bereinigte Vorsteuergewinn stieg 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent auf 4,1 Mia. Franken, wie am Dienstag mitgeteilt wurde.

Trotz ungelöster Probleme in der Eurozone, den Budgetstreitigkeiten in den USA sowie den Schwierigkeiten der Schwellenländer hätten alle Teile der Bank durchs Jahr hindurch profitabel gearbeitet, schrieb die UBS weiter. Die Aktionäre sollen deshalb statt 15 Rp. nun 25 Rp. Dividende pro Anteilsschein erhalten.

Bonustopf füllt sich

Die Vermögensverwaltungseinheiten nahmen 53,5 Mia. Fr. Neugeld entgegen. Damit sind der UBS unter dem Strich 6,6 Mia. Fr. mehr Gelder zugeflossen als 2012. Die Investmentbank habe Risiken in den Büchern weiter reduziert, hiess es.

Der Bonustopf für die Mitarbeiter füllte sich indes: Der Pool für variable Vergütungen vergrösserte sich von 2,5 Mia. Fr. um 28 Prozent auf 3,2 Mia. Franken. Weil Boni zum Teil über mehrere Jahre hinweg zugeteilt sind, verbucht die Bank aber wie schon 2012 insgesamt 3 Mia. Fr. für die variablen Lohnteile der Mitarbeiter.

Im aktuellen Programm erfolgen nach Angaben der Bank 60 Prozent der Boni-Zahlungen bar, während 40 Prozent an Leistungsziele über fünf Jahre geknüpft sind. Bei hochbezahlten Bankern können bis 75 Prozent der zugeteilten Boni bei Nichterreichen von Zielen verfallen.

1,7 Mia. Fr. für Rechtsfälle

Im Bericht zum Geschäftsjahr 2013 hält die Bank weiter fest, dass sie 1,7 Mia. Fr. für offene Rechtsstreitigkeiten beiseitegelegt hat. Im Zusammenhang mit Rechtsfällen hat die UBS nach ihren Angaben mit der Finanzaufsichtsbehörde Finma eine Übereinkunft zu Details einer strengeren Risikobewertung getroffen.

Der Anteil strenger gewichteter Risiko-Aktiva in den Büchern beträgt statt 28 Mia. Fr., wie Ende Oktober nach dem Finma-Eingreifen angekündigt, nun 22,5 Mia. Franken, wie die UBS mitteilte.

(sda)

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