Showdown in Miami: UBS-Chef Grübel ermahnt seine Manager
Aktualisiert

Showdown in MiamiUBS-Chef Grübel ermahnt seine Manager

Mit Blick auf den Prozess in den USA hat UBS-Konzernchef Oswald Grübel das Kader der Grossbank aufgefordert, sich nicht von der Hauptaufgabe ablenken zu lassen.

Diese bestehe darin, den Turnaround zu schaffen und die hervorragende Reputation der Bank wiederherzustellen, heisst es in einem der AP vorliegenden Memo Grübels vom Donnerstag. Zum Rechtsstreit in den USA bekräftigte der Konzernchef die Position der Grossbank, wonach es im Kern um einen Konflikt zwischen zwei Rechtsordnungen gehe.

Bank kann keine Gesetze brechen

Die Klage der Steuerbehörde IRS zur Herausgabe der Informationen über Zehntausende von Kontoinhabern bringe die UBS in eine unhaltbare Situation, gefangen zwischen den Gesetzen zweier souveräner Staaten. Der Aufforderung der IRS nachzukommen, würde von der UBS verlangen, Schweizer Gesetze zu brechen, was die Bank schlicht nicht tun könne. Alle Stakeholder der UBS hätten bereits einen hohen Preis für die ernsthaften Verfehlungen der Bank bezahlt. Mit 780 Millionen Dollar habe die Bank eine der höchsten je in einem Steuerfall ausgesprochenen Bussen bezahlt.

Abweichungen werden nicht toleriert

Grübel erinnerte zugleich an das Versprechen der Bank, sich in allen Rechtsordnungen strikte an die Gesetze und die weltweit geltenden Standards zu halten. Abweichungen von diesem Prinzip werde er nicht tolerieren. Denn die Reputation sei das wichtigste Gut der Bank. «Und es ist an jedem von Euch, ein Beispiel für die unerschütterliche Integrität zu geben», schrieb Grübel. (dapd)

Deine Meinung