Jahresbilanz: UBS-Chef rechnet weiter mit Gewinn für 2009
Aktualisiert

JahresbilanzUBS-Chef rechnet weiter mit Gewinn für 2009

UBS-Konzernchef Marcel Rohner blickt positiv in die Zukunft: Die Grossbank wird 2009 wieder schwarze Zahlen schreiben, sagt er. Trotz Aufteilung der Vermögensverwaltung bleibe das US-Geschäft ein «integraler Bestandteil» der Konzernstrategie.

Konzernchef Marcel Rohner bekräftigte am Dienstag an einer Telefonkonferenz frühere Äusserungen von Verwaltungsratspräsident Peter Kurer. Der UBS sei «ein ermutigender Start ins neue Jahr» gelungen. Dies gelte sowohl für den Neugeldzufluss wie auch für das Handelsgeschäft. Der Neugeldzufluss sei ziemlich ausgeglichen, stamme aber etwas stärker aus dem Ausland als aus der Schweiz.

Rohner bestätigte auch das Gewinnziel von rund vier Milliarden Franken für die Investmentbank, die ebenfalls gut ins Jahr gestartet sei. Die Marktbedingungen in der Finanzindustrie blieben aber auf absehbare Zeit schwierig. Die UBS habe derzeit keinen Bedarf an einer weiteren Kapitalerhöhung, betonte Rohner. Eine Dividende für 2008 werde nicht ausgeschüttet.

UBS hält an US-Geschäft fest

Die UBS wird für 2008 keine Dividende ausschütten, bestätigte Rohner. Er nannte keine Details zum so genannten US-Steuerstreit. Die Bank arbeite mit den US-Behörden zusammen. Am US-Geschäft hält die Bank auch mit der Aufspaltung der Vermögensverwaltung in ein Geschäft für Nord- und Lateinamerika und die übrigen Regionen der Welt fest. Ein Verkauf des US-Geschäfts stehe nicht zur Debatte, so der Konzernchef. (dapd)

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