Devisenmarkt-Manipulation: UBS droht nächste Strafe in den USA
Aktualisiert

Devisenmarkt-ManipulationUBS droht nächste Strafe in den USA

Mehrere Banken sollen sich diese Woche in den USA schuldig bekennen, illegal den Devisenmarkt manipuliert zu haben. Eine davon ist die UBS.

von
kwo
Die UBS (im Bild der Sitz am Zürcher Paradeplatz) wird laut unterrichteten Kreisen diese Woche mit der US-Regierung einen Vergleich im Zusammenhang mit dem Vorwurf von Manipulationen am Devisenmarkt aushandeln.

Die UBS (im Bild der Sitz am Zürcher Paradeplatz) wird laut unterrichteten Kreisen diese Woche mit der US-Regierung einen Vergleich im Zusammenhang mit dem Vorwurf von Manipulationen am Devisenmarkt aushandeln.

Bis am Mittwoch strebt das US-Justizministerium Vergleiche mit fünf Grossbanken im Zusammenhang mit dem Vorwurf von Devisenmarkt-Manipulationen an. Dies berichtet das Portal Cash.ch. Bisher war bekannt, dass die Banken Citigroup, JPMorgan Chase, Barclays und Royal Bank of Scotland in das Verfahren mit der US-Regierung involviert und zu Schuldeingeständnissen bereit sind. Wie gut unterrichtete Kreise nun berichtet hätten, sei auch die UBS Teil des Verfahrens mit der US-Justiz.

Die Schweizer Bank sei dabei sogar die erste Bank gewesen, die nach Aufnahme entsprechender Untersuchungen zu Manipulationen am Devisenmarkt mit der Kartellabteilung des US-Justizministeriums zu kooperieren begonnen habe. Die Zusammenarbeit mit der US-Regierung habe den Vorteil, dass der Schweizer Bank kartellrechtliche Vorwürfe erspart blieben. Dem Vorwurf des Betrugs müsse sie sich hingegen trotzdem stellen.

Milliardenstrafen erwartet

Laut Experten dürfte es im Rahmen der Vergleiche zu Strafen in Milliardenhöhe kommen. Am meisten dürfte dabei aber nicht die UBS, sondern die Citigroup bezahlen müssen. Die Informationen basieren auf Aussagen von drei Personen, die mit den Verhandlungen vertraut seien, heisst es weiter.

Der konkrete Vorwurf gegen die Banken lautet, dass ihre Händler Chaträume genutzt haben sollen, um Aufträge zu diskutieren. Dabei hätten sie konspiriert, um den Markt zu manipulieren. Das bevorstehende Strafmass beziehe sich jeweils auf den Umfang der Aktivitäten in diesen Chaträumen. Eine Anfrage zu einer Stellungnahme hätten alle fünf Banken wie auch das US-Justizministerium abgelehnt.

Untersuchungen vor zwei Jahren aufgenommen

Die Untersuchungen hatte die US-Regierung vor etwa zwei Jahren aufgenommen. Mehr als 25 Händler wurden seither entlassen, versetzt oder beurlaubt.

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