Boni: UBS: Ex-Bosse verzichten auf 33 Millionen
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BoniUBS: Ex-Bosse verzichten auf 33 Millionen

Der öffentliche Druck zeigt Wirkung: Ex-UBS-Präsident Marcel Ospel, der frühere UBS-Vizepräsident Stephan Haeringer und der ehemalige UBS-Finanzchef und -Verwaltungsrat Marco Suter verzichten auf insgesamt 33 Millionen Franken. Beim freiwilligen Verzicht handle sich nicht um Schuldeingeständnis, teilten sie mit.

Vom Gesamtbetrag trägt Ospel mehr als zwei Drittel, wie der Medienbeauftragte der drei ehemaligen Topbanker, Jörg Denzler von der PR-Firma Balanx, am Dienstag in Zürich mitteilte. Der Anteil reflektiere das Verhältnis der effektiven Lohnzahlungen und weiteren Vergütungen. Die UBS wurde gemäss Mitteilung frühzeitig über die Verzichtspläne informiert. Die entsprechenden Absprachen seien in diesen Tagen unterzeichnet worden.

Mit ihrem Verzicht wollen Ospel, Haeringer und das frühere Verwaltungsratsmitglied Suter - die das Verwaltungsratspräsidium der UBS gebildet hatten - deutlich machen, «dass sie sich der Realität stellen», wie es in der Mitteilung heisst. Und weiter: «Sie sind sich bewusst, dass sie mit heutigem Wissen verschiedene Entscheide anders fällen würden.»

Ospel wurde mit den Worten zitiert, spätestens mit dem Engagement des Bundes sei ihm klar gewesen, dass von ihm substanzielles Handeln gefordert sei: «Für mich ist die heutige Lösung richtig. Ich hoffe, dass ich damit einen Beitrag zur Bewältigung einer für mich bis vor kurzem unvorstellbaren Situation leisten kann.»

Haeringer und Suter hielten gemäss Mitteilung fest, dass sie zusammen mit Ospel als vollamtliche Verwaltungsratsmitglieder über Jahre die Strategie der UBS mitgestaltet hätten. «Es stand für uns von Anfang an fest, dass wir uns auch in dieser schwierigen Situation solidarisch untereinander und loyal gegenüber der UBS verhalten», wurden die beiden zitiert.

Der frühere UBS-Konzernchef Peter Wuffli hatte bereits am vergangenen 9. November den Verzicht auf zwölf Millionen Franken aus seinem Salärpaket bekanntgegeben. Die UBS hatte Anfang letzter Woche bekanntgegeben, es seien Gespräche mit UBS-Exponenten über freiwillige Rückzahlungen im Gang, zu denen Verwaltungsratspräsident Peter Kurer in einem Radiointerview bereits im Oktober aufgerufen hatte. Kurer hatte damals auch erklärt, dass Wuffli nicht der einzige sei, der bisher auf ihm zustehende Entschädigungen verzichtet habe, ohne dabei aber Namen zu nennen. (dapd)

UBS begrüsst den Verzicht

Die Grossbank UBS zeigt sich erfreut über den Verzicht ihrer ehemaligen Führungsleute Marcel Ospel, Stephan Haeringer und Marco Suter. «Die UBS begrüsst den Verzicht und bedankt sich dafür», sagte Sprecher Christoph Meier.

Auf Anfrage bestätigte Meier am Dienstag, dass die drei ehemaligen UBS-Führungskräfte «freiwillig auf insgesamt 33 Mio. Fr. ihnen arbeitsrechtlich zustehende Zahlungen verzichten». Nähere Angaben zum Verzicht und den Zahlungen wollte der Sprecher nicht machen. (sda)

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