4,54 Prozent höher: UBS geben dem SMI neuen Schub
Aktualisiert

4,54 Prozent höherUBS geben dem SMI neuen Schub

Die UBS haben heute das Schweizer Blue-Chips-Barometer SMI beflügelt. Dieses schloss wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 6000 Punkten.

Die Grossbankaktien hatten positiv auf den schweizerisch-amerikanischen Vergleich im UBS-Steuerstreit und den erfolgreichen Verkauf der UBS-Aktien durch den Bund reagiert. Die UBS-Titel legten an der Schweizer Börse zeitweise um bis zu 5,3 Prozent auf 17,63 Franken zu - den höchsten Kurs seit vergangenem Mai. Bei Börsenschluss wurden sie mit 17,50 Franken weiterhin 4,54 Prozent höher bewertet als am Vorabend.

Noch höher, nämlich um 5,73 Prozent stieg im Swiss Market Index (SMI) nur noch der Zementkonzern Holcim, dessen Halbjahresausweis offenbar überzeugt hatte. Da auch das Indexschwergewicht Nestle und andere Titel avancierten, verbesserte sich der SMI im Vorabendvergleich um 0,86 Prozent auf 6032,05 Punkte.

Analysten bezeichneten die Beschlüsse des Bundesrats in Sachen UBS als positiv für die Grossbank. Aus UBS-Sicht seien das Abkommen mit den USA und der Ausstieg des Bundes zu begrüssen, hiess es bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Sie stellten einen wichtigen Schritt zur Wiederherstellung der angeschlagenen Reputation dar. Dieser Prozess werde jedoch Zeit in Anspruch nehmen, war sich der ZKB-Analyst mit seinem Kollegen von der Bank Vontobel einig.

Die Vereinbarung mit den USA sei nicht die schlechteste Lösung und könne deshalb für die UBS als kurzfristig positiv betrachtet werden, hiess es bei der Bank Vontobel dazu. Der Ruf der UBS als Vermögensverwalterin sei aber schwer angeschlagen, und um das Vertrauen wieder herzustellen, brauche es viel Zeit und grosse Bemühungen. Der Ausstieg des Bundes aus dem UBS-Engagement sei ein positives Signal. Er zeige, welches Vertrauen die Schweizer Regierung in Bezug auf die Situation der UBS habe. (dapd)

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