«Bashingbank»: UBS hat im Ausland ein gutes Image
Aktualisiert

«Bashingbank»UBS hat im Ausland ein gutes Image

In den Schweizer Medien prasselt auf die UBS Kritik nieder. International steht die Bank aber viel besser da.

von
Elisabeth Rizzi

In Schweizer Medien wird ununterbrochen auf die UBS eingedroschen: Milliardenverluste, Steuerflucht-Beihilfe, Boni-Abzockerei. Inzwischen lehnt die Vereinigung Actares sogar die Wiederwahl von UBS-Präsident Kaspar Villiger ab. Tatsächlich ist alles nur halb so wild: In der internationalen Imageauswertung der Zürcher Firma Reprisk taucht die UBS nicht unter den zehn weltweit meistkritisierten Firmen auf, dafür werden Namen wie Siemens oder BP aufgelistet. Auch werden die Bank of America oder die Royal Bank of Scotland stärker «gebasht».

Das Reprisk-Ranking ist Investitionsgrundlage für verschiedene Staatsfonds. Die täglich erstellte Rangliste basiert auf der Summe von Negativmeldungen aus weltweiten News-Quellen. «Im Gegensatz zu anderen Firmen hat die UBS eher Altlasten und aktuell wenig Neues zum Kritisieren», so Philipp Aeby von Reprisk. «Zudem bekommen negative Nachrichten mit nationalem Bezug im Inland mehr Aufmerksamkeit als international», glaubt Martin J. Eppler, Professor für Kommunika­tionsmanagement an der Uni St. Gallen. Auch sei die UBS dank ihrer Sozial-, Sport- und Kultur-Engagements im Ausland noch immer renommiert. Und Roman Geiser, Präsident der PR-Vereinigung BPRA, meint: «Letztlich führte die P­olitisierung des Bankenplatzes dazu, dass die Einzelmarke UBS Flughoheit über den Schweizer Stammtisch errang.»

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