UBS in den USA verklagt
Aktualisiert

UBS in den USA verklagt

Der US-Teilstaat Massachusetts hat die Schweizer Grossbank UBS wegen Interessenkonflikten im Umgang mit Hedge Funds eingeklagt.

Es geht um den Betrieb eines so genannten «Hedge-Fund-Hotels» in Boston, in dem die UBS Büroräume samt Infrastruktur an Hedge Fundes vermietet, wie der für die Finanzmarktaufsicht zuständige Staatssekretär William Glavin am Mittwoch (Ortstzeit) bekannt gab. Mit der Klage strebt Glavin eine Busse in unbekannter Höhe sowie einen Erlass an, der der UBS das Angebot solcher Dienstleistungen untersagt. Die Aufsichtsbehörde wirft der Grossbank vor, sie binde mit Vergünstigungen neue Hedge Funds an sich, ohne dass die Investoren in diese Anlagevehikel von den Gegenleistungen wüssten. Neben günstigen Mieten gewährt die UBS laut der Klage den Hedge-Fund-Managern auch persönliche Darlehen zu Konditionen unter der marktüblichen Höhe sowie Geschenke wie zum Beispiel Tickets für Baseball-Spiele. Im Gegenzug binde die UBS die Hedge-Funds an sich, in dem sie keine anderen Investmentbanken für das Prime Brokerage wählen dürften und gewisse von der UBS gesetzte Benchmarks einhalten müssten. Anleger wüssten nicht, dass sie wegen dieser Abhängigkeit möglicherweise überhöhte Kommissionen zahlten. Die UBS wollte sich zunächst nicht zur Klage äussern. (dapd)

Deine Meinung