Aktualisiert 30.06.2009 10:47

KonjunkturUBS-Konsumindikator gibt weiter nach

Der Konsum, wichtigste Stütze der Schweizer Konjunktur, geht gemäss Berechnungen der UBS weiter zurück. Im Mai fiel der Wert des Indikators von 0,91 auf 0,77. Er lag damit zum achten Mal in Folge deutlich unter dem mehrjährigen Durchschnittswert von 1,50.

Der neuerliche Rückgang geht massgeblich auf die im Vorjahresvergleich um 15,3 Prozent tieferen Neuzulassungen von Autos und die schlechtere Konsumentenstimmung zurück, wie die UBS-Volkswirtschaftsabteilung in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. Zudem haben weniger Schweizer in Hotels übernachtet. Leicht verbessert haben sich hingegen die Geschäfte des Detailhandels.

Zurzeit wächst der Privatkonsum in der Schweiz noch leicht, so die UBS-Ökonomen. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet dürfte der Privatkonsum 2009 noch um 0,4 Prozent wachsen, nach 1,7 Prozent im Vorjahr. Vor allem die steigende Arbeitslosigkeit führe dazu, dass unter dem Strich weniger konsumiert werde.

Positiv vermerkten die Experten der Grossbank, dass die zurückgehende Inflation, vor allem wegen des im Vergleich zum vergangenen Sommer tieferen Ölpreises, den privaten Konsum im Moment noch stützt.

Der UBS-Konsumindikator errechnet sich auf Basis von fünf Subindikatoren: Die Ökonomen untersuchen den Verkauf von neuen Autos, den Geschäftsgang des Detailhandels, die Anzahl Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz, der Konsumentenstimmungsindex und Kreditkartenumsätze, die von der UBS im Inland generiert werden.

(sda)

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