Aktualisiert 29.09.2009 07:51

Konsum

UBS-Konsumindikator im August erneut schwächer

Der Konsum, die wichtigste Stütze der Schweizer Konjunktur, schwächelt gemäss Berechnungen der UBS immer mehr. Im August fiel der Konsumindikator der Grossbank von 0,75 auf 0,66 und lag damit zum elften Mal in Folge unter dem langjährigen Durchschnitt von 1,50.

Allerdings befindet sich der Indikator weiterhin im positiven Bereich. Dies deute auf eine nach wie vor bescheidene Expansion des schweizerischen Privatkonsums hin, hiess es in einem Communiqué vom Dienstag. Das zukünftige Umfeld gestalte sich jedoch als schwierig, da es sowohl wegen der Rezession als auch saisonal bedingt zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit kommen werde.

Die UBS rechnet denn auch mit einer weiteren Wachstumsabschwächung des Privatkonsums in der Schweiz. Gemäss ihrer Prognose soll er im laufenden Jahr um 0,8 Prozent steigen, 2010 sogar nur noch um 0,1 Prozent.

Der Konsumindikator, der sich unter anderem auf den Geschäftsgang im Detailhandel und die Kreditkartenumsätze im Inland stützt, ist nun seit mehr als einem Jahr im Abwärtstrend. Vor einem Jahr wies der Indikator noch einen Wert von 1,62 auf, nachdem er im Sommer 2008 auf rekordverdächtige 2,22 hinaufgeklettert war.

Der Rückgang im August ist gemäss den UBS-Ökonomen insbesondere auf die gedrückte Konsumentenstimmung sowie die weiterhin rückläufige Zahl von Neuwagenzulassungen und Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz zurückzuführen, welche ebenfalls Bestandteil des Indikators sind. (sda)

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