Boni-Debatte: UBS-Kurer denkt über Boni nach
Aktualisiert

Boni-DebatteUBS-Kurer denkt über Boni nach

Der Riese bewegt sich doch: Die UBS-Spitze reagiert - verhalten zwar - auf die Forderung von Bundesrätin Doris Leuthard, das Ausmass der Boni 2008 noch vor der Bilanzkonferenz am 10. Februar offenzulegen.

«Wir haben die Position von Frau Leuthard zur Kenntnis genommen und werden es sicher nochmals diskutieren», sagte UBS-Präsident Peter Kurer am Samstag in einem Interview mit dem Schweizer Fernsehen (SF).

Zugleich betonte er, dass die UBS die internen Prozesse «nicht ad hoc derart beschleunigen» könne. Deshalb gehe er weiterhin davon aus, dass die Bank erst am 10. Februar über die Boni informieren werde. Die in Medienberichten genannte Zahl von zwei Milliarden Franken kommentierte er mit Verweis auf das Börsenrecht nicht.

Wirtschaftsministerin Leuthard hatte in einem Interview mit der «Berner Zeitung» gefordert, die UBS müsse die Zahlen möglichst rasch offenlegen. «Die Leute auf der Strasse müssen wissen, wie viel die UBS-Banker an Fixlöhnen und an variablen Entschädigungenbezogen haben. Und zwar schnell.»

Kurer äusserte in dem Interview Verständnis für die öffentliche Entrüstung über die Boni. Zugleich wies er darauf hin, dass variable Lohnkomponenten es ermöglichten, in einer Krise die Lohnkosten rasch stark zu reduzieren.

Zudem solle man nun nicht zurück-, sondern vorwärtsblicken. «Wir werden unsere gesamten Saläre - Fixsaläre und variable Lohnkompenenten - in einem Beitrag reduzieren, der Milliarden höher ist als die 6 Milliarden, die die Schweizer Regierung in die UBS einbezahlt hat». (sda)

Deine Meinung