Aktualisiert 18.05.2005 09:59

UBS lanciert Konsumindikator

Der neue Konsumindikator der UBS zeigt für das zweite Quartal eine Wachstumsbeschleunigung an.

Für das ganze Jahr rechnen die UBS-Ökonomen mit einem Wachstum des Privatkonsums von 1,5 Prozent, wie die Grossbank am Mittwoch mitteilte.

Der UBS-Konsumindikator zeigt seit Mitte letzten Jahres leicht rückläufige Tendenz an. Das Wachstum des realen Privatkonsums in der Schweiz schrumpfte entsprechend von 1,4 Prozent im ersten Quartal 2004 auf 1,1 Prozent im Schlussquartal 2004 und im Startquartal 2005.

Im März und April zeigen die Indikatorwerte aber wieder nach oben. So haben sich im März die Neuimmatrikulationen von Personenwagen nach dem Rückgang zuvor stabilisiert und die Konsumentenstimmung ist im April leicht angestiegen.

Die UBS-Ökonomen rechnen deshalb mit einer Belebung des Privatkonsums im weiteren Jahresverlauf. Für die Gesamtwirtschaft erwarten sie 2005 ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,6 Prozent, das sich 2006 auf 1,8 Prozent erhöhen sollte.

Der UBS-Konsumindikator wurde am Mittwoch erstmals vorgestellt. Mit einem Anteil von 61 Prozent ist der Privatkonsum in der Schweiz die mit Abstand wichtigste Komponente des BIP und damit eine entscheidende Grösse für die wirtschaftliche Entwicklung. Der UBS-Konsumindikator setzt sich aus fünf Subindikatoren zusammen, von denen vier öffentlich zugänglich und bereits bekannt sind.

Dies sind der von der ETH-Konjunkturforschungsstelle KOF berechnete Indikator für den Geschäftsgang im Detailhandel, der Konsumentenstimmungsindex des seco, die Neuimmatrikulationen von Personenwagen sowie die Anzahl Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz. Als fünfte Grösse fliessen die Kreditkartenumsätze bei der UBS in den Konsumindikator ein. Im Vergleich zu den offiziellen Zahlen des BIP soll der UBS-Konsumindikator über einen Vorlauf von drei bis vier Monaten verfügen. (dapd)

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