UBS nicht mehr am tiefsten Punkt

Aktualisiert

UBS nicht mehr am tiefsten Punkt

UBS-Konzernchef Marcel Rohner sieht die Grossbank auf dem Weg aus der Talsohle. Diese sei zwar noch nicht durchschritten.

«Aber wir sind nicht mehr am tiefsten Punkt», sagte Rohner in einem Interview der «SonntagsZeitung». Man sei an einem guten Punkt, um wieder nach vorne zu schauen. Und zur Frage, ob die Finanzkrise überstanden sei, sagte der CEO der UBS: «Wir sind in der Endphase dieser Episode.» Es gebe wieder einen Handel in Segmenten, in denen monatelang kein Markt da gewesen sei. Das sei in der Regel ein Zeichen dafür, dass ein Ende absehbar sei. Auf der Kundenseite geht es für die UBS nach den Worten Rohners nun darum, das zerstörte Vertrauen wieder zurückzugewinnen. Der Konzernchef bestätigte, dass vor allem in der Schweiz viele verärgerte und enttäuschte Kunden abgewandert sind. Hier hätten die verwalteten Vermögen sicher abgenommen. Weltweit sei man beim Neugeldzufluss aber noch leicht positiv. Zum bevorstehenden Stellenabbau bei der Investmentbank will die UBS im Mai Zahlen nennen. Rohner sagte, der Abbau werde querbeet erfolgen mit einem Schwerpunkt beim Bereich Fixed Income. Die meisten der rund 300 Investmentbanker, die die Hauptverantwortung für das Debakel der UBS trugen, hätten die Bank bereits verlassen müssen. Dass die Eidgenössische Bankenkommission höhere Eigenmittel von den Grossbanken verlangen will, akzeptiert Rohner als richtig. (dapd)

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