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Sparplan UBS schliesst jede sechste Filiale

Die UBS schliesst bis März 44 Fillialen in der Schweiz. Rund 150 Stellen sind davon betroffen. Entlassungen soll es allerdings keine geben.

von
Sven Forster
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Die UBS schliesst 44 Filialen. 

Die UBS schliesst 44 Filialen.

UBS 
Das bedeutet, dass jede sechste Filiale dicht macht. 

Das bedeutet, dass jede sechste Filiale dicht macht.

UBS 
Der Abbau wird quer über die Schweiz stattfinden. 

Der Abbau wird quer über die Schweiz stattfinden.

REUTERS

Darum gehts

  • Die UBS verkleinert ihr Filialnetz.

  • Jede sechste Filiale wird geschlossen.

  • Stellen sollen keine abgebaut werden.

Die UBS betreibt in der Schweiz knapp 240 Filialen. In wenigen Monaten macht die Grossbank jeden sechsten Standort dicht. Wie die «NZZ» schreibt, werden 44 ihrer 239 Filialen ihre Pforten schliessen. Wie die Bank gegenüber der Zeitung bestätigt, werde der Abbau quer über die Schweiz stattfinden, die Liste der Filialen ist bereits bekannt.

Rund 150 Mitarbeiter sind von den Schliessungen betroffen. Momentan sind allerdings keine Entlassungen geplant, die Angestellten sollen in anderen Geschäftsstellen und Bereichen weiterbeschäftigt werden. Axel Weber, der Verwaltungsratspräsident der Bank, sagte zuletzt der «NZZ am Sonntag», dass es in der Bank keine Restrukturierungsprogramme während der Pandemie geben wird.

Mit weniger Filialen wird die UBS Kosten sparen. Diese sollen in Zukunft in die Digitalisierung reinvestiert werden. Auch die Pandemie spielt eine Rolle. Nach Aussagen von UBS-Schweiz-Chef Axel Lehmann kommunizieren bereits zwei Drittel der Kunden digital mit der Bank.

Nicht nur die UBS schliesst Filialen

Die Verkleinerung des Filialnetzes trägt die Handschrift von Axel Lehmann, der Ende Monat sein Amt an Sabine Keller-Busse abgeben wird. Der neue Konzernchef Ralph Hammers hat den Abbau bewilligt und wie «CH-Media» schreibt, noch justiert. Hammers ist bekannt für digitale Lösungen. Bei der niederländischen ING Group führte er neue Dienstleistungen per Smartphone ein.

Nicht nur die UBS setzt in Zukunft mehr auf die digitalen Vertriebe. Vor fünf Monaten teilte die Credit Suisse mit, dass sie ihr Filialnetz neu strukturieren will. Von den zuvor 146 Filialen bleiben nach der Restrukturierung noch deren 109 übrig. Die Credit Suisse erhofft sich Einsparungen von 100 Millionen Franken. Bis zu 500 Stellen werden mit diesem Schritt gestrichen.

Negativzinsen

Die UBS plant nicht nur Filialschliessungen, sondern auch die Weitergabe von Negativzinsen. UBS-Kunden, die über 250’000 Franken auf dem Konto haben, müssen in Zukunft bezahlen. Bislang lag die Limite bei 2 Millionen Franken. Die Bank verrechnet für jeden zusätzliche Franken 0,75 Prozent Negativzins weiter. Wer sein Geld bei der UBS in Produkten anlegt, soll von einer grosszügigeren Freigrenze profitieren. Die UBS ist nicht die einzige Bank, die Negativzinsen weiterverrechnet. Bei Kunden der Postfinance liegt die Grenze bei 100’000 Franken. Die GKB und die Valiant haben die Limite auf 250’000 Franken.

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