Prognose: UBS sieht schwarz

Aktualisiert

PrognoseUBS sieht schwarz

Die Schweizer Industrie und die Dienstleister stecken auch im zweiten Quartal 2009 im Nebel der Rezession. Die Ökonomen der UBS erwarten verstärkten Stellenabbau, vor allem in der Exportindustrie.

Der Geschäftsgang von 400 von der UBS befragten Industrieunternehmen habe sich zwischen Januar und März weiter veschlechtert. Auftragseingänge, Produktion, Umsatz und Gewinne gingen zurück, was zu mehr Entlassungen geführt hat, wie der am Mittwoch veröffentlichte Bericht der UBS-Ökonomen besagt.

Besonders unter Druck stünden die Exportbranchen der Investitionsgüter-, Chemie- und Uhrenproduzenten, weil dort vor allem die Aufträge aus dem Ausland ausblieben. Im ersten Quartal fiel in diesen Industrien die Zahl der Stellenstreichungen am grössten aus, ein Trend, der sich fortsetzen dürfte.

Dienstleister besser

Auf das Inland konzentrierte Industrie- und Dienstleistungsunternehmen kämen etwas glimpflicher davon, schreiben die Volkswirtschaftsexperten. Namentlich die Nahrungsmittelindustrie hält sich einigermassen gut, auch das Baugewerbe profitiert noch von einem stabilen Auftragsvolumen, spürt aber einen neu entflammten Preiskampf.

Bei den Dienstleistern sorgen die Informatik-Unternehmen und mit dem Gesundheits- und Sozialwesen verbundene Firmen für eine Stabilisierung. Tourismus, Handel und Logistik ziehen den Durchschnitt hingegen nach unten.

Schlechte Prognosen

Weil die Unternehmen weiter schlechte Prognosen erstellen, dürften sich Preisrückgänge und Stellenabbau zwischen April und Juni noch beschleunigen.

Der Konjunkturindikator der UBS zeigt für die ersten zwei Quartale Werte von -1,2 beziehungsweise -1,5 Prozent an. Für das Gesamtjahr 2009 rechnen die Ökonomen der UBS-Vermögensverwaltung mit einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 2,8 Prozent.

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