Aktualisiert 02.08.2018 10:02

Whistleblower-Blog

UBS sperrt Zugang zu «Inside Paradeplatz»

Der Finanz-Blog «Inside Paradeplatz» sorgt immer wieder für Aufruhr in der Bankenbranche. Nun hat die UBS den Blog für Mitarbeiter gesperrt.

von
vay
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Der Finanz-Blog «Inside Paradeplatz» sorgt immer wieder für Aufruhr in der Bankenbranche. Nun hat die UBS den Blog laut dem Blog intern für Mitarbeiter gesperrt.

Der Finanz-Blog «Inside Paradeplatz» sorgt immer wieder für Aufruhr in der Bankenbranche. Nun hat die UBS den Blog laut dem Blog intern für Mitarbeiter gesperrt.

Keystone/Gaetan Bally
Laut Hässig stelle sich die UBS mit Sergio Ermotti als CEO somit auf den Standpunkt, dass «Inside Paradeplatz» kein Medium sei, sondern etwas anderes: potenzielle Fake News, wie sie auf Facebook und Twitter kursierten.

Laut Hässig stelle sich die UBS mit Sergio Ermotti als CEO somit auf den Standpunkt, dass «Inside Paradeplatz» kein Medium sei, sondern etwas anderes: potenzielle Fake News, wie sie auf Facebook und Twitter kursierten.

Keystone/Georgios Kefalas
Die UBS war kürzlich zu einem anderen Thema in den Schlagzeilen: Sie testet zwei digitale Assistenten für Kundengespräche. Rund hundert Kunden nehmen am Test teil. Die digitalen Helfer funktionieren ähnlich wie die Sprachassistenten Siri von Apple ...

Die UBS war kürzlich zu einem anderen Thema in den Schlagzeilen: Sie testet zwei digitale Assistenten für Kundengespräche. Rund hundert Kunden nehmen am Test teil. Die digitalen Helfer funktionieren ähnlich wie die Sprachassistenten Siri von Apple ...

AP/Marcio Jose Sanchez

Die UBS hat den umstrittenen Finanz-Blog «Inside Paradeplatz» neu als Social Media eingestuft. Daher ist er für Mitarbeiter der Bank über Geschäftscomputer nicht mehr einsehbar. Dies berichtet der gesperrte Blog, der vom Wirtschaftsjournalisten Lukas Hässig betrieben wird, gleich selber.

Laut Hässig stelle sich die Geschäftsleitung der UBS somit auf den Standpunkt, dass sein Blog kein Medium sei, sondern etwas anderes: potenzielle Fake News, wie sie auf Facebook und Twitter kursierten. Die beiden Seiten sind für UBS-Mitarbeiter schon länger gesperrt.

Als Hintergrund für die Sperrung vermutet Hässig offenbar die Kommentarspalte seines Blogs. In dieser äusserten sich oft Mitarbeiter der Grossbank. Die Kommentare seien für die Kritisierten nicht immer leicht verdaulich.

Auch andere Blogs von Sperrung betroffen

Die UBS hat die Sperrung gegenüber 20 Minuten bestätigt. Eine Sprecherin schreibt in einem E-Mail: «Im Rahmen einer regelmässigen Überprüfung haben wir uns entschieden, mehrere Blogs als Social Media einzustufen. Es steht Mitarbeitenden offen, diese Seiten von ihren privaten Geräten aus zu besuchen.»

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