UBS-Studie kritisiert Ospel und Wuffli hart
Aktualisiert

UBS-Studie kritisiert Ospel und Wuffli hart

Ein Bericht der UBS bescheinigt der Konkurrentin Credit Suisse ein besseres Image. Schuld seien die öffentlich politisierenden Top-Manager.

Eine Image-Studie der UBS für das zweite Quartal 2004 kritisiert das eigene Management. Wie die Wirtschaftszeitung «Cash» enthüllte, macht die Studie die Top-Manager Peter Wuffli und Marcel Ospel für den Verlust des guten Rufs der UBS verantwortlich. Die vermehrten politischen Auftritte des CEO und des Verwaltungsratspräsidenten haben zu einer «tendenziell labileren Reputation geführt», heisst es im Bericht.

Im Reputationsindex der Studie hat die CS die UBS überholt und liegt neu auf Platz 5. Das beste Image haben die Raiffeisenbanken, gefolgt von der Migros-Bank, Bank Coop und den Regionalbanken auf Rang 4. Dass die Studie aus der Abteilung Business Banking unter der Leitung von Marcel Rohner kommt, sei laut «Cash» kein Zufall. Der junge Manager sei generell gegen ein politisches Engagement der Bank.

Die UBS relativiert die Aussagen von «Cash»: «Die Studie ist eine Momentaufnahme und beschränkt sich auf die Schweiz», sagte UBS-Sprecherin Monika Dunant. Zudem treffe die Interpretation von «Cash» nicht zu, dass Marcel Rohner eine andere Kommunikation wünsche als CEO Wuffli oder VR-Präsident Ospel. Die CS blieb der in der Studie gelobten Zurückhaltung treu und schwieg zur UBS-Studie.

(mhb)

CS zahlt 1,75 Prozent mehr Lohn

Die Credit Suisse Group hebt ab April 2005 die Lohnsumme um 1,75 Prozent an. Die Erhöhung ist abhängig von der Leistung. Der Teuerungsausgleich werde damit nicht garantiert, sagte CSG-Sprecherin Regula Arrigoni. Einen höheren Lohn bekommen aufgrund ihrer Leistung nur 22 800 von insgesamt 25 400 Vollzeitangestellen in der Schweiz. Der Kaufmännische Verband verlangte ursprünglich zwei Prozent mehr Lohn für alle.

Deine Meinung