Aktualisiert 21.11.2016 14:51

FinanzstabilitätsratUBS und CS sind auch global «too big to fail»

Die beiden Schweizer Banken gehören zur Liste der global systemrelevanten Finanzinstitute. An deren Spitze ist es zu einem Wechsel gekommen.

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woz
Kapitalpuffer als Sicherheitsnetz: Blick auf die UBS und CS am Paradeplatz in Zürich. (Archivbild)

Kapitalpuffer als Sicherheitsnetz: Blick auf die UBS und CS am Paradeplatz in Zürich. (Archivbild)

Keystone

Die US-Grossbank Citigroup zählt neu zusammen mit Konkurrent JP Morgan zu den beiden wichtigsten Banken für die Stabilität des globalen Finanzsystems. Zur Liste der global systemrelevanten Finanzinstitute gehören auch die Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse.

An der Spitze der Liste ersetzt Citigroup die britische Grossbank HSBC, welche eine Kategorie heruntergestuft wird, wie der Finanzstabilitätsrat (FSB) mitteilte.

Diese Institute gelten als so gross und so vernetzt, dass von ihnen bei einer Schieflage ein Risiko für das weltweite Finanzsystem ausgeht. Sie müssen daher einen besonders hohen Kapitalpuffer als Sicherheitsnetz vorweisen.

Citigroup und JP Morgan befinden sich damit in der zweithöchsten von insgesamt 5 Kategorien, wo der Systemrelevanz-Zuschlag bei 2,5 Prozent liegt. In der höchsten Kategorie, wo der Zuschlag bei 3,5 Prozent ist, ist derzeit keine Bank vertreten.

CS über UBS eingestuft

Die Credit Suisse ist weiterhin in der zweiten Kategorie eingestuft und muss demnach einen zusätzlichen Kapitalpuffer von 1,5 Prozent garantieren. Die UBS bleibt in der untersten Kategorie, wo der Systemrelevanz-Zuschlag 1 Prozent entspricht.

Mit dem erhöhten Kapitalpuffer wollen die globalen Regulierer das «Too big to fail»-Problem angehen. Die Branchenriesen sollen sich künftig nicht mehr darauf verlassen können, dass sie im Notfall mit Steuergeldern gerettet werden.

Die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) hatten sich nach der Finanzkrise auf diese schärferen Regeln verständigt. Sie sollen ab 2019 gelten. Die Liste der global systemrelevanten Finanzinstitute wird jährlich vom FSB aktualisiert und im November veröffentlicht. (woz/sda)

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