Cash kostet: UBS verlangt Geld fürs Geldabheben am Schalter
Aktualisiert

Cash kostetUBS verlangt Geld fürs Geldabheben am Schalter

Wenn ein UBS-Kunde am Schalter sein Geld abholen will, kostet das bald 2 Franken. Die Massnahme tritt am 1. Juli in Kraft.

von
sas

Der neue UBS-Hauptsitz in der Zürcher Bahnhofstrasse. Neu kostet der Geldbezug am Schalter 2 Franken.

100 Franken am Schalter beziehen, auf der Abrechnung aber 102 Franken belastet erhalten. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Kleinkunden. Wer bei der UBS ein Konto hat und am Schalter von einer der rund 300 Filialen Geld abhebt, bezahlt neu eine Gebühr von 2 Franken. Das hat die UBS kürzlich ihren Kunden mitgeteilt. Die Massnahme tritt am 1. Juli in Kraft. Betroffen sind UBS Privatkonten sowie UBS Kontokorrent für Private. Weiterhin kostenlos sind die Bezüge am Bankomaten.

Die Ankündigung versteckte die UBS am Ende des Kontoauszugs vom April, wie das Portal Insidepradeplatz schreibt.

«Wir verfügen über ein dichtes Automatennetz und jeder Kunde verfügt über eine Debit-Karte, um Geld beziehen zu können», teilt die Bank auf Anfrage von 20 Minuten mit. Die Gebühren sei eine verursachergerechte Massnahme. Die Bank weist die Kunden laut eigenen Angaben zudem am Schlater daraufhin, dass sie am Bancomat gratis Bargeld beziehen können.

Keine Laufkunden mehr am Paradeplatz

Zuletzt hatte die UBS verschiedentlich mit Schalterschliessungen von sich reden gemacht. So hat die Grossbank auch beschlossen, in der repräsentativen Schalterhalle am Zürcher Paradeplatz keine Laufkundschaft mehr zu empfangen. Kunden müssen nun an den Ende 2018 nach langer Renovation neu eröffneten Hauptsitz in der Bahnhofstrasse 45. Der Bargeldbezug kostet aber auch dort.

Die UBS ist aber nicht das einzige Institut, das eine Gebühr für den Bargeldbezug am Schalter verlangt. So hat die Raiffeisenbank Liestal-Oberbaselbiet per 2019 für Ein- und Auszahlungen am Schalter bis 1000 Franken eine Gebühr von 5 Franken eingeführt. Ab 1000 Franken ist die Dienstleistung kostenlos. Ebenso kostenlos sind Bezüge und Einzahlung für Inhaber eines Jugendkontos.

Verlangt auch Ihre Bank Gebühren für Dienstleistungen, die früher gratis waren? Erzählen Sie es uns im Kommentarfeld!

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