UBS: UBS-Verwaltungsrat Frey entschuldigt sich für Aktienverkauf
Aktualisiert

UBSUBS-Verwaltungsrat Frey entschuldigt sich für Aktienverkauf

UBS-Verwaltungsrat Rainer-Marc Frey entschuldigt sich bei den Mitarbeitern der Grossbank für den Verkauf von einer Million UBS-Aktien nur einen Monat nach seiner Wahl ins UBS-Aufsichtsgremium.

Die UBS sei sicher, sagte er der «Handelszeitung». Das Verwaltungsratshonorar überlässt Frey seiner karitativen Stiftung.

Der Verkauf sei ein Fehler gewesen, sagte Frey in dem am Dienstag vorab veröffentlichten Interview der «Handelszeitung». Er bedaure, dass er damit den Vertrauensverlust in die UBS verstärkt und auch selbst bei vielen Menschen Vertrauen verloren habe. Frey verkaufte nach eigenen Angaben aufgrund der negativen Entwicklung der Märkte sämtliche privaten liquiden Aktienbestände, wobei die UBS-Papiere die grösste Einzelposition gewesen seien. Es sei eine private unternehmerische Entscheidung zum Schutz seines Vermögens gewesen. Insiderinformationen über eine Verschlechterung bei der UBS habe er keine gehabt. «Die UBS ist eine sehr sichere Bank», sagte Frey. Er habe viel privates Geld auf UBS-Konten deponiert. Frey rechnet im Moment auch nicht damit, dass die UBS künftig noch weiteres Kapital braucht. Wenn sich die Finanzmärkte aber nochmals verschlechterten, sei alles möglich.

Einen Rücktritt aus dem UBS-Verwaltungsrat schloss Frey aus. Er wolle nicht davonlaufen, sondern seine ganze unternehmerische Erfahrung einbringen, um der UBS zu helfen, die Wirtschaftskrise zu meistern. Finanzielle Absichten habe er keine, fügte Frey an. Er habe schon vor seinem Amtsantritt bei der UBS beschlossen, die gesamten Verwaltungsratshonorare seiner karitativen Stiftung zu überlassen. Laut Frey sind das ein paar hunderttausend Franken im Jahr. (dapd)

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