Renditedruck: UBS will Negativzinsen an Privatkunden weitergeben
Aktualisiert

RenditedruckUBS will Negativzinsen an Privatkunden weitergeben

Die Grossbank reagiert auf die Zinspolitik der Zentralbanken. Vermögende Kunden könnten diese schon bald verstärkt zu spüren bekommen.

von
bee
Rendite aufrechterhalten: Die UBS will nicht, dass die Kunden ihr Geld bloss auf dem Konto horten.

Rendite aufrechterhalten: Die UBS will nicht, dass die Kunden ihr Geld bloss auf dem Konto horten.

Keystone/Steffen Schmidt/Archivbild

Die Schweizer Grossbank UBS erwägt, von Zentralbanken erhobene Negativzinsen an superreiche Privatkunden weiterzugeben. Das Institut müsse auf die Politik der Zentralbanken reagieren, um seine Renditen aufrechtzuerhalten, sagt UBS-Chef Sergio Ermotti.

Bereits jetzt verrechne die Bank Unternehmenskunden Negativzinsen. «Wenn das Umfeld so bleibt oder schlimmer wird, müssten wir uns überlegen, diese Massnahmen auf sehr vermögende Kunden auszudehnen, und auch die Kreditzinsen noch weiter zu erhöhen», sagte Ermotti am Dienstag an der Generalversammlung in Basel.

Banken in der Schweiz müssen der Notenbank für Einlagen ab einem gewissen Freibetrag derzeit einen Zins von 0,75 Prozent bezahlen. Für sie ist es daher nicht attraktiv, wenn Kunden ihr Geld auf ihren Konten lediglich horten. Zuletzt hatte die SNB auch eine weitere Zinssenkung nicht ausgeschlossen. In der Eurozone liegt der Einlagenzins derzeit bei minus 0,4 Prozent. (bee/sda)

Deine Meinung