Rad: UCI will EPO-Sperren auf vier Jahre verdoppeln

Aktualisiert

RadUCI will EPO-Sperren auf vier Jahre verdoppeln

Der Rad-Weltverband UCI will die Sperren für den erstmaligen Missbrauch von EPO von zwei auf vier Jahre verdoppeln. Man werde den nationalen Verbänden bald einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten, sagte UCI-Präsident Pat McQuaid der französischen Sportzeitung «L'Équipe».

«Es ist nötig, dass die nationalen Verbände auf der gleichen Linie wie wir sind, weil wir nicht vorwärtskommen, wenn wir häufiger den Internationalen Sportgerichtshof anrufen müssen», erklärte McQuaid.

Der Ire sagte, er sei sogar ein Befürworter lebenslanger Sperren, könne diese aber aufgrund juristischer Probleme nicht durchsetzen. McQuaid sprach sich ausserdem dafür aus, bei der Straferhebung wegen Dopingmissbrauchs differenzierter vorzugehen und zwischen härteren und weicheren Mitteln zu unterscheiden.

Im Fall des unter Dopingverdacht stehenden Tour-de-France- Siegers Alberto Contador meinte der UCI-Chef, einen Entscheid werde es nicht vor Jahresende geben. «Wir haben bei Experten eine Untersuchung in Auftrag gegeben, um zu wissen, ob seine Version glaubhaft ist», so McQuaid. Contador war positiv auf die verbotene Substanz Clenbuterol getestet worden. Der Spanier bestritt Doping und machte kontaminiertes Fleisch verantwortlich.

(si)

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