Aktualisiert 01.08.2006 09:31

Udo Jürgens wegen Terrorverdacht festgehalten

Udo Jürgens wurde wegen eines abgelaufenen Visums unter Terrorverdacht am New Yorker Flughafen festgenommen und in eine Abschiebezelle gesteckt.

Er war nach New York geflogen, um seine dort lebende Tochter Sonja zu besuchen. Bei der Einreise hatte er vorschriftsgemäss seinen Reisepass bei sich. Den Zollbeamten erschien der Schlagersänger jedoch äusserst verdächtig, weil sein Visum abgelaufen war. Ein solches wird von EU-Bürgern für kurze Aufenthalte in der USA zwar nicht benötigt. Trotzdem geriet der 71-Jährige unter Terrorverdacht, angeblich auch, weil die Beamten die Altersangabe im Pass nicht für glaubwürdig hielten, wie der Onlinedienst laut.de berichtet.

Kurzerhand wurde Jürgens in eine Abschiebezelle gesteckt. Zwei Stunden verbrachte der ratlose Entertainer dort in der stickigen Zelle, in Gesellschaft von «40 Mexikanern, Puertoricanern und Arabern», wie er dem deutschen Magazin Park Avenue gesagt haben soll.

Jeglicher Handykontakt in die Heimat wurde ihm verboten, Auskünfte über seine Situation erhielt er nicht. «Du redest nur, wenn du gefragt wirst", soll ein Wächter ihm erklärt haben. Dann wurde er ohne ein Wort der Entschuldigung frei gelassen und durfte seine Reise fortsetzen, wie der Onlinedienst weiter meldet.

Obwohl der Fall schon einige Zeit zurück liegt, wurde er erst jetzt bekannt. Udos Plattenfirma erklärte auf Anfrage des ORF, man habe das Ereignis nicht medial hochspielen wollen. Udo Jürgens Fazit: «Ich werde nie wieder einen Fuss auf amerikanischen Boden setzen», zitiert Park Avenue den Sänger.

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