«Wie bitte?»: Übelsetzungen aus aller Welt
Aktualisiert

«Wie bitte?»Übelsetzungen aus aller Welt

Heisst Toilette auf Japanisch Deutschland? Natürlich nicht – aber es wird so übersetzt. Eine typische Übelsetzung halt.

von
Andy Fischer

Warum die Betreiber des Hakone-Nationalparks das einstige Land der Dichter und Denker mit dem Begriff Bedürfnis-Anstalt verwechseln, bleibt ein Geheimnis. Klar ist nur, dass die entsprechenden Schilder ein gefun­denes Fressen waren für die neuste Langenscheidt-Ausgabe «Übelsetzungen – Sprachpannen aus aller Welt». Apropos gefundenes Fressen: Wissen Sie, was der Spanier mit «Schnitzel nebligen schweines» meint? Wir auch nicht. Dann vielleicht schon lieber etwas Marokkanisches auf dem Teller. «Durchgebranntes Rippenstück», stand da auf der Menükarte in Rabat. Ein Tourist sandte das Foto an den Wörterbuchverlag in München.

Dort schaffte es die Speise in die neusten Übelsetzungen, die übrigens den Übertitel «Bambi-Goreng» tragen. Ganz offensichtlich wird rund um den Globus einfach mit dem Internet übersetzt. Auch auf Korsika in Frankreich. Da heisst es auf einem WC deutsch und undeutlich: «Lassen sie bitte die Toiletten im Staat, oder sie würden wünschen, sie zu finden, indem sie zurückkehren würden. Danke.» Danke auch an diesen Übelsetzer: «Sag ja zu mich», textete er auf einer Werbetafel vor einem Freudenhaus. Da hätte man aber durchaus etwas mehr erwarten können: Das Puff steht nämlich in Wien.

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