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Üben für den Polizei-Ernstfall

Im Oktober kommen 92 Polizeiaspiranten aus neun Korps nach Amriswil, um im schweizweit ersten regionalen Ausbildungszentrum ihren Beruf zu erlernen.

Wie interveniert man, wenn ein Mann seine Frau attackiert? Wie informiert man Eltern über den Tod der Tochter? Die Bewältigung solcher Situationen erlernen ab Oktober 92 Aspiranten an der neuen Ostschweizer Polizeischule in Amriswil. «Mit Profi-Schauspielern in nachgebauten Wohnzimmern schaffen wir lebensechte Situationen für die jungen Polizisten», beschreibt Schulleiter Albert Walzthöny das Reality-Training, das von Psychologen geleitet wird.

Gestern informierte die Schulleitung über den Lehrplan der angehenden Polizisten: Rund 1200 Stunden Theorie und Training umfasst die einjährige Grundausbildung zum Polizisten mit Fachausweis. Dazu gehören auch Wissensfächer oder Waffenhandhabung.

Im Fach Angewandtes Schiessen werden während einem Kasernenaufenthalt Kampfsituationen mit Silhouetten nachgestellt. Finanziert wird die Schule von neun Stadt- und Kantonskorps aus dem Thurgau, St. Gallen, Schaffhausen, Graubünden, beiden Appenzell und Liechtenstein.

(ann)

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