Open House Zürich: Über 100 spezielle Zürcher Gebäude öffnen ihre Türen
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Open House ZürichÜber 100 spezielle Zürcher Gebäude öffnen ihre Türen

Architekturfans dürfen sich aufs Wochenende freuen. Für die Veranstaltung Open House Zürich öffnen über 100 architektonisch spezielle Gebäude ihre Türen.

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mon
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Ein spezielles Wohnhaus ist das Ballet Mécanique an der Lindenstrasse.

Ein spezielles Wohnhaus ist das Ballet Mécanique an der Lindenstrasse.

Yuri Palmin
Das Gebäude fällt durch seine farbigen Klappläden auf, die geöffnet zum Schattenspender des ausschiebbaren Balkons werden.

Das Gebäude fällt durch seine farbigen Klappläden auf, die geöffnet zum Schattenspender des ausschiebbaren Balkons werden.

Yuri Palmin
Auch das älteste Bootshaus der Schweiz des Polytechniker-Ruderclubs öffnet seine Türen.

Auch das älteste Bootshaus der Schweiz des Polytechniker-Ruderclubs öffnet seine Türen.

Johannes Marburg

Dieses Wochenende findet die Veranstaltung Open House in Zürich statt. An zwei Tagen öffnen über 100 architektonisch spezielle Gebäude ihre Türen, die sonst nicht für jedermann zugänglich sind. Von Wohnungen und Villen über geschützte Bauernhäuser und Baudenkmäler zu 5-Stern-Hotels, Bürohäusern und Ateliers ist alles dabei. «Die Nachfrage war letztes Jahr sehr gross», sagt Raphael Karrer vom Verein Open House Zürich. «Die Leute, egal ob Laien oder Fachpersonen, lassen sich gern hinter die Fassaden führen.» 23'000 Gebäudebesuche wurden gezählt.

Hinter die Kulissen eines Luxushotels schauen

Dieses Jahr können Interessierte unter anderem die Suiten des Luxushotels Atlantis oder das barocke Stadtpalais Haus zum Rechberg begutachten. Auch das älteste Bootshaus der Schweiz des Polytechniker-Ruderclubs aus dem Jahr 1902 öffnet seine Türen. Neu werden dieses Jahr auch die städtebaulich relevanten Wohnsiedlungen wie das Surber-Areal, Speich-Areal, Siedlung Mattenhof oder Freilager gezeigt.

«Spezielle Bauten, wie etwa das Mehrfamilienhaus Ballet Mécanique von Manuel Herz, werden für viele ein Highlight sein», sagt Karrer. Das Gebäude an der Lindenstrasse fällt durch seine farbigen Klappläden auf, die wie Flügel wirken und geöffnet zum Schattenspender des ausschiebbaren Balkons werden. Auch das luxuriöse Wohnatelier Feldeggstrasse von Gus Wüstemann Architects im Zürcher Seefeld ist laut Karrer mit seinen Natursteinmauern einen Besuch wert.

Der Eintritt ist kostenlos

Und dann gibt es noch ein paar Exoten, wie zum Beispiel die Wunderkammer. Dabei handelt es sich um eine Containeranlage im Glattpark, die als Kreativlabor experimentelle Künste mit neuen Technologien, Nachhaltigkeit und Soziokultur verbindet. Die Wunderkammer wie auch der neu erstellte Holzpavillon wurden aus rezykliertem Baumaterial ausgebaut.

In den meisten Gebäuden finden die Führungen durch Nutzer, Architekten, Denkmalpfleger oder Freiwillige statt. Der Eintritt ist kostenlos. Man kann sich ganz einfach auf der Website unter «Meine Tour» anmelden und seine persönlichen Favoriten wählen.

Open House in Zürich

Das Wohnhaus Ballet Mécanique fällt wegen seiner farbigen Klappläden auf. (Video: Manuel Herz Architects)

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