Minen und Bomben: Über 1000 afghanische Soldaten getötet
Aktualisiert

Minen und BombenÜber 1000 afghanische Soldaten getötet

Eine traurige Bilanz zieht das afghanische Militär im Jahr 2012. Dieses geht erneut als ein verlustreiches in die Geschichte ein. Grund dafür sind vor allem Bomben und Minen.

In Afghanistan sind in diesem Jahr nach Angaben des Verteidigungsministeriums 1056 afghanische Soldaten getötet worden. Drei Viertel der getöteten Soldaten seien bei Explosionen von Landminen oder Strassenbomben ums Leben gekommen.

Das sagte ein Sprecher des Ministeriums am Sonntag. Demnach werden afghanische Truppen häufiger Opfer von Landminen als ausländische Soldaten, weil deren Ausrüstung besser ist.

Die afghanische Armee und Polizei ist den Angaben zufolge in drei Vierteln des Landes für die Sicherheit zuständig. Ab Mitte 2013 sollen sie im gesamten Land die Verantwortung übernehmen.

Anschläge in Afghanistan

Die Armee besteht derzeit nach offiziellen Angaben aus 195'000 Soldaten. Sie verfüge nun auch über mehr und bessere Ausrüstung, etwa moderne Panzer, sagte der Sprecher. Allerdings fehlten eine starke Luftwaffe und Artillerie sowie Techniker und ein eigener Geheimdienst der Polizei und Armee.

Ausserdem kommt das Ministerium zu dem Schluss, dass Tausende Aufständische in diesem Jahr getötet, verwundet und festgenommen worden seien. (sda)

Deine Meinung