Viritech Apricale – Ein Hypercar mit Wasserstoff-Brennstoffzellentechnik
Die Reichweite des Viritech Apricale soll 800 Kilometer betragen.

Die Reichweite des Viritech Apricale soll 800 Kilometer betragen.

Viritech
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Viritech ApricaleÜber 1000 PS nur mit Wasserstoff

Sportwagen mit Elektroantrieb haben wegen der grossen Akkus Gewichtsprobleme. Ein Start-up aus England will zeigen, dass es auch anders geht.

von
Mario Hommen

Im westlich von Birmingham gelegenen Technologie-Campus Mira hat sich mit Viritech ein Start-up angesiedelt, das künftig bei der Elektrifizierung von Autos eine Rolle spielen will – als Komponentenhersteller für Brennstoffzellenanwendungen. Um zu demonstrieren, welche Möglichkeiten in der Technik stecken, will Viritech ein 750 kW/1020 PS starkes Hypercar namens Apricale auf den Markt bringen, das auf 25 Exemplare limitiert wird und über zwei Millionen Euro kosten soll. Der Hersteller will 2022 einen ersten Prototypen vorstellen.

Von grossen Herstellern inspiriert

Das Design des Hypercars zitiert einige grosse Namen: Die Frontpartie erinnert auf den ersten Blick an den Mercedes-AMG One mit einem Schuss Porsche 918, das Heck mit auffallender Lichtsignatur könnte von McLaren stammen und eine Weiterentwicklung des P1 sein. Zumindest auf den ersten Bildern trägt der Apricale Kameras anstelle der Aussenspiegel, wie sie bereits von Audi und Honda in Serienfahrzeugen angeboten werden.

Der Apricale, von dem Viritech 2022 einen Prototypen vorstellen will, soll die Vorteile des Brennstoffzellenantriebs in Szene setzen.

Der Apricale, von dem Viritech 2022 einen Prototypen vorstellen will, soll die Vorteile des Brennstoffzellenantriebs in Szene setzen.

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Das Design zitiert berühmte Hypercars wie den McLaren P1 oder den Mercedes-AMG One.

Das Design zitiert berühmte Hypercars wie den McLaren P1 oder den Mercedes-AMG One.

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Das britische Hypercar wird auf 25 Stück limitiert und wird über 2 Millionen Euro kosten. 

Das britische Hypercar wird auf 25 Stück limitiert und wird über 2 Millionen Euro kosten.

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Ganz anders ist aber sein Antrieb. Eine Brennstoffzelle wandelt Wasserstoff in Strom um, zum Auspuff entweicht nur reiner Wasserdampf. Grosse, schwere und teure Batterien sind somit hinfällig. Bei Viritech ist man von der Zukunftsfähigkeit dieser Antriebstechnik grundsätzlich überzeugt. Grösstes Potenzial sehen die Briten dabei im Nutzfahrzeugbereich. Kleintransporter und Lastwagen bräuchten nämlich für alltagstaugliche Reichweiten tonnenschwere Akkus, da würde sich der Wasserstoffantrieb anbieten.

Reichweiten von 800 Kilometern

Auch im PW-Bereich hat diese Antriebsart dank hohen Reichweiten, wenig Gewicht und schneller Betankung seine Vorteile – Toyota und Hyundai haben bereits Wasserstoffmodelle auf dem Markt und entwickeln weiter an dieser Technik. Bei künftigen Modellen wären Reichweiten jenseits von 800 Kilometer machbar, ist Viritech überzeugt. Der Apricale soll demonstrieren, dass der Wasserstoffantrieb auch in Elektro-Sportwagen Sinn machen kann, denn auch in Performance-Fahrzeugen sorgen grosse Batterien für zu viel Speck auf den Rippen. Die wesentlich leichtere Brennstoffzellentechnik will das Start-up-Unternehmen den Autoherstellern künftig als Entwicklungs- und Technologiepartner anbieten.

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