19 Länder betroffen: Über 200 Affenpocken-Fälle ausserhalb Afrikas
Publiziert

19 Länder betroffenÜber 200 Affenpocken-Fälle ausserhalb Afrikas

19 Länder, in denen die Krankheit normalerweise nicht vorkommt, haben Fälle von Affenpocken bestätigt.

1 / 6
Die meisten Fälle von Affenpocken ausserhalb Afrikas treten in Grossbritannien, Spanien und Portugal auf.

Die meisten Fälle von Affenpocken ausserhalb Afrikas treten in Grossbritannien, Spanien und Portugal auf.

Getty Images/iStockphoto
In den sozialen Medien versuchten einige, aus den Affenpocken eine «Schwulenkrankheit» zu machen. 

In den sozialen Medien versuchten einige, aus den Affenpocken eine «Schwulenkrankheit» zu machen. 

20min/Matthias Spicher
Die WHO und die Aids-Hilfe Schweiz stellen klar: «Affenpocken sind keine Schwulenkrankheit.» 

Die WHO und die Aids-Hilfe Schweiz stellen klar: «Affenpocken sind keine Schwulenkrankheit.» 

WHO/Nigeria Centre for Disease Control

Darum gehts

EU-Gesundheitsbehörden zufolge sind mittlerweile mehr als 200 Fälle von Affenpocken ausserhalb Afrikas bestätigt worden. Insgesamt 19 Länder, in denen die Krankheit normalerweise nicht vorkommt, hätten mindestens einen Fall bestätigt, erklärte das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) am Mittwochabend.

«Die meisten Fälle sind junge Männer, die sich selbst als Männer identifizieren, die Sex mit Männern haben. Es gab keine Todesfälle», fügte die europäische Agentur mit Sitz in Stockholm hinzu.

Ausserhalb der elf afrikanischen Länder, in denen diese seltene Krankheit endemisch ist, konzentrieren sich die meisten bestätigten Fälle derzeit auf drei Länder: Grossbritannien (71 Fälle), Spanien (51) und Portugal (37). In Europa wurden insgesamt 191 Fälle bestätigt, dazu kommen 15 in Kanada, neun in den USA, zwei in Australien, einer je in Israel sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten. Verdachtsfälle wurden in der Bilanz nicht mitgezählt.

Risiko für Allgemeinbevölkerung «gering»

Am Montag hatte das ECDC in seiner ersten Risikobewertung die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung in der Allgemeinbevölkerung als «sehr gering», bei Personen mit mehreren Sexualpartnern jedoch als «hoch» eingestuft. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte sich optimistisch gezeigt, die Ausbreitung der Krankheit stoppen zu können.

Bei Affenpocken handelt es sich um eine weniger gefährliche Verwandte der seit etwa 40 Jahren ausgerotteten Pocken. Die Krankheit beginnt mit hohem Fieber und entwickelt sich schnell zu einem Hautausschlag mit Krustenbildung.

My 20 Minuten

(AFP/chk)

Deine Meinung

35 Kommentare