Aktualisiert 26.10.2010 06:50

«Strukturelle Armut»

Über 200 argentinische Kinder gestorben

In einer argentinischen Provinz sind seit Januar mehr als 200 Kinder wegen Mangelernährung gestorben. Im Kampf gegen die Kindersterblichkeit konnten in den vergangenen Jahren aber auch Erfolge erzielt werden.

In der argentinischen Provinz Misiones herrscht «strukturelle Armut». Die Kindersterblichkeit beträgt 12,3 pro 1000 Kinder.

In der argentinischen Provinz Misiones herrscht «strukturelle Armut». Die Kindersterblichkeit beträgt 12,3 pro 1000 Kinder.

Die nordöstliche Provinz Misiones, die zu einem der wichtigsten Rindfleischproduzenten der Welt zählt, leidet laut Gouverneur Maurice Gloss unter «struktureller Armut».

Für Schlagzeilen hatte erst kürzlich der Tod eines 15 Monate alten Babys in Misiones gesorgt, das auch das Programm «Null Hunger» der Regierung nicht hatte retten können.

Die Kindersterblichkeit in der Provinz konnte von 33 pro 1000 Kindern in den 90er Jahren auf eine Rate von heute 12,3 gesenkt werden. Das sagte Gouverneur Gloss am Montag dem Fernsehsender TN. Für das ganze Land beträgt die Kindersterblichkeit durchschnittlich 13,8 pro 1000 Kinder.

Rund zwölf Prozent der Kinder in Argentinien sind nach offiziellen Angaben vom vergangenen Jahr unterernährt. Besonders gross ist das Problem im Norden und Nordosten des Landes. Argentinien ist der drittgrösste Exporteur von Soja und Weizen und einer der grössten Produzenten von Rindfleisch.

(sda)

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