Vorsichtsmassnahmen missachtet: Über 30 Tote bei Katastrophen in China
Aktualisiert

Vorsichtsmassnahmen missachtetÜber 30 Tote bei Katastrophen in China

Bei zwei schweren Unglücken im Zentrum Chinas sind mindestens 32 Menschen getötet worden. In Hunan stürzte ein Baulift ab und in Donggangcheng explodierte ein Haus.

Bei der Sprengstoffexplosion in dem Dorf Donggangcheng in der Provinz Henan kamen 15 Menschen ums Leben, wie ein Vertreter der örtlichen Arbeitsschutzbehörde mitteilte. Auf einer Baustelle in der weiter südlich gelegenen Provinz Hunan stürzte ein Aufzug ab und riss mindestens 17 Menschen mit in den Tod.

Die Ursache für die Explosion in Donggangcheng, bei der mindestens neun weitere Menschen verletzt wurden, war nach Angaben der Behörden zunächst unbekannt.

Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete jedoch von "illegal" gelagertem Sprengstoff im Hof eines Wohnhauses. Nach Medienberichten wurden insgesamt rund ein Dutzend Häuser von der Detonation beschädigt.

In China ist es in der Vergangenheit bereits häufiger zu Explosionen in Wohnhäusern gekommen, weil der für Bauvorhaben benötigte Sprengstoff dort ohne entsprechende Vorsichtsmassnahmen zwischengelagert wurde.

Luft abgestürzt

Der zweite Unfall ereignete sich am Samstag auf einer Baustelle in Changsha, wo ein abstürzender Fahrstuhl 17 Menschen in den Tod riss und einen weiteren schwer verletzte. Nach einem Bericht des staatlichen Fernsehen ereignete sich das Unglück auf der Baustelle eines Wohnhauses. Die Unfallursache war zunächst unklar.

Da häufig Sicherheitsvorschriften vernachlässigt werden, kommen in China jährlich tausende von Menschen auf Baustellen, in Bergwerken und Fabriken ums Leben. Nach offiziellen Angaben starben zwischen dem 1. Januar 2008 und dem 14. Dezember dieses Jahres 1942 Menschen bei Arbeitsunfällen. Arbeitnehmervertreter halten diese Zahlen jedoch noch für zu niedrig.

(sda)

Deine Meinung