Aktualisiert 14.07.2009 19:04

AarauÜber 40 Einsprachen gegen neues Stadion

Gegen das Stadionprojekt des FC Aarau im Torfeld Süd sind bis zum Ablauf der Frist 41 Einsprachen eingegangen. Unter den Einsprechern ist auch der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS). Er bemängelt das Verfahren und fordert die Sistierung des Baugesuchs.

Auf Kritik stösst beim VCS auch das Verfahren bei der Baubewilligung. Problematisch sei, dass Bau- und Nutzungsordnung (BNO), Sondernutzungsvorschriften (SNV) und das Baugesuch gleichzeitig aufgelegt wurden, schrieb der VCS am Montagabend in einer Mitteilung.

Man könne nicht über ein Baugesuch entscheiden, wenn die BNO noch nicht bewilligt sei, sagte Peter Scholer, Vizepräsident des VCS Aargau, am Dienstag auf Anfrage. Deshalb fordert der VCS die Ablehnung oder zumindest die Sistierung des Baugesuchs.

Der Verkehrs-Club fordert zudem die genaue Festlegung von Vekehrs- und Verkaufsflächen sowie eine Reduktion der Anzahl Parkplätze. Zudem will er in der Baubewilligung sicherstellen, dass zur geplanten Eröffnung der öV-Anschluss durch fertiggestellt ist.

Über vierzig Einsprachen bei Stadtverwaltung

Bei der Stadt Aarau sind bis am Dienstag 41 Einsprachen gegen das Stadionprojekt eingegangen, wie Stadtammann Marcel Guignard auf Anfrage sagte. Der grösste Teil richte sich gegen das Baugesuch. Per Postweg könnten noch weitere Einsprachen eintreffen.

Über die Einsprachen muss der Aarauer Stadtrat entscheiden. Gemäss Guignard sollen die Verhandlungen nach den Sommerferien beginnen. Der Aarauer Stadtammann zeigte sich zuversichtlich, dass der geplante Baubeginn im nächsten Sommer eingehalten werden kann. 2012 soll das Stadion fertiggestellt sein.

Ja im zweiten Anlauf

Das Aarauer Stimmvolk hiess im Februar 2008 mit einem Anteil von 53,7 Prozent Ja-Stimmen den Kredit von 17 Millionen der Stadt an das Fussballstadion gut. In einer ersten Abstimmung 2005 hatte das Stimmvolk einen Kredit von 25 Millionen noch deutlich abgelehnt.

Streitpunkt war die Mantelnutzung. Die Fläche des geplanten Einkaufszentrums wurde bis zur zweiten Abstimmung auf 8'000 Quadratmeter halbiert. Gegen das Stadionprojekt hatte jeweils ein links-grünes Komitee das Referendum ergriffen.

Geplant ist im Torfeld Süd ein Stadion, das 10 000 Zuschauern Platz bietet. Realisiert wird die auf insgesamt 36 Millionen Franken veranschlagte Arena mit Einkaufszentrum, Restaurant, Büros und Wohnungen von der Generalunternehmung Hauser, Rutishauser, Suter AG (HRS).

(sda)

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