26.06.2017 09:32

Unterernährt und krank

Über 40 verwahrloste Katzen aus Haus gerettet

Ein Ehepaar hortete im Kanton Waadt über 40 Katzen. Eine Tierschutzorganisation rettete die verwahrlosten und kranken Tiere.

von
Julien Culet
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Dutzende Katzen hortete ein Bauern-Ehepaar in Le Vaud bei Nyon. Die Tiere vermehrten sich rasant – und erkrankten.

Dutzende Katzen hortete ein Bauern-Ehepaar in Le Vaud bei Nyon. Die Tiere vermehrten sich rasant – und erkrankten.

SOS Chats
Die Tierschutzorganisation Animal Aide Action nahm sich der Katzen an. Einige der Katzen werden nun zur Adoption freigegeben (Symbolbild).

Die Tierschutzorganisation Animal Aide Action nahm sich der Katzen an. Einige der Katzen werden nun zur Adoption freigegeben (Symbolbild).

A3276/_martin Gerten
Für Menschen bestand keine Gefahr. Katzen übertragen kaum Krankheiten auf Menschen.

Für Menschen bestand keine Gefahr. Katzen übertragen kaum Krankheiten auf Menschen.

Z1022/_patrick Pleul

«So etwas habe ich noch nie gesehen», sagt Corinne Weill Brant, die Präsidentin von Animal Aide Action. Sie hat mit ihrer Organisation Mitte Juni Dutzende Katzen gerettet. Die Tiere wurden von einem älteren Bauern-Ehepaar in Le Vaud bei Nyon gehortet. Weil sie nicht sterilisiert waren, vermehrten sie sich rasch.

Nach dem Tod seiner Frau musste der Mann ins Spital eingeliefert werden. Ein Verwandter hatte daraufhin die Organisation informiert. Diese kümmerte sich daraufhin um die Katzen.

Unterernährt und krank

«Alle Tiere sind unterernährt, krank, von Parasiten angegriffen und in einem schlechten hygienischen Zustand», sagt der Leiter der Organisation. Durch die Inzucht könnten die Tiere auch genetische Defekte haben. Sie wurden vom Ehepaar sich selbst überlassen und nicht gegen Parasiten behandelt.

Die Gesundheit von Menschen sei dank der offenen Umgebung allerdings nicht gefährdet, auch Krankheiten seien kaum auf Menschen übertragbar. Dem Kantonstierarzt wurde der Fall nicht gemeldet. Wer seine Tiere so vernachlässige, riskiert allerdings deren Beschlagnahmung.

Die jungen Katzen und die stillenden Mütter wurden der Organisation SOS Chats in Genf übergeben. «Ihr Zustand erfordert einiges an Arbeit», sagt Valérie Derivaz, die Präsidentin des Tierheims. Die Tiere seien zum Tierarzt gebracht worden. Sobald sie gepflegt worden seien, könnten einige zur Adoption freigegeben werden.

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