Aktualisiert 13.08.2019 15:25

Polizei warntÜber diese Frisur sollst du nicht lachen

Das Fahndungsfoto eines Drogendealers sorgt derzeit für Spott im Netz. Doch die zuständigen Behörden finden das gar nicht lustig.

von
swe
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«Haben Sie diesen 21-jährigen Mann aus Newport gesehen?», fragte die Polizei von Gwent auf ihrer Website und auf Facebook.

«Haben Sie diesen 21-jährigen Mann aus Newport gesehen?», fragte die Polizei von Gwent auf ihrer Website und auf Facebook.

Gwent Police
Das Ziel der Beamten war es, den Aufenthaltsort des verurteilten Drogendealers herauszufinden.

Das Ziel der Beamten war es, den Aufenthaltsort des verurteilten Drogendealers herauszufinden.

Gwent Police
Doch die Aktion sorgte im Netz für viel Spott. So schrieb Callum Duff auf Facebook: «Sein Haaransatz geht weiter zurück als mein Familienstammbaum.»

Doch die Aktion sorgte im Netz für viel Spott. So schrieb Callum Duff auf Facebook: «Sein Haaransatz geht weiter zurück als mein Familienstammbaum.»

Screenshot

Die Gwent Police in der Region South Wales in Grossbritannien sucht derzeit nach einem Drogendealer. Mit einem auf Facebook veröffentlichten Foto des 21-Jährigen hofften die Beamten, von der Öffentlichkeit Informationen über seinen Aufenthaltsort zu erhalten.

Doch das Foto hatte einen anderen Effekt, als von der Polizei erwartet. Mit fast 90'000 Kommentaren zum Facebook-Eintrag meldete sich die Bevölkerung zwar fleissig. Hauptthema war jedoch nicht der Aufenthaltsort des Gesuchten, sondern seine Frisur.

Spott im Netz

Auf Social Media ging es nicht lange, bis Witze, Wortspiele und Memes die Runde machten. Facebook-Nutzerin Lea Hook schrieb beispielsweise: «Er wurde zuletzt in der Stadt gesehen, die Polizei durchkämmt das Gebiet.»

Die Polizei von Gwent fand das weniger amüsant. «Wir müssen zwar zugeben, dass uns einige dieser Kommentare zum Lachen gebracht haben.» Doch die Reaktionen könnten ein Nachspiel haben. Denn wer beleidigende Postings online stellt, kann strafrechtlich verfolgt werden.

«Wenn die Grenze von lustig auf beleidigend überschritten wird, müssen wir sicherstellen, dass wir verantwortungsbewusst handeln und die Menschen daran erinnern, vorsichtig mit dem zu sein, was sie auf Social Media veröffentlichen», schrieben die Beamten auf Facebook.

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