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Tödlicher Unfall am Zürcher HBÜber dieses Gerüst kam die junge Frau aufs Dach

Vier Personen sind in der Nacht auf Sonntag auf das Dach des Zürcher Hauptbahnhofs gestiegen. Dabei ist eine junge Frau zwölf Meter in die Tiefe gestürzt.

von
chk
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Vier Personen sind in der Nacht auf Sonntag auf das Dach des Zürcher Hauptbahnhofs gestiegen.

Vier Personen sind in der Nacht auf Sonntag auf das Dach des Zürcher Hauptbahnhofs gestiegen.

Tamedia
Über dieses Gerüst gelangten sie aufs Dach.

Über dieses Gerüst gelangten sie aufs Dach.

20 Minuten
Von da müssen sie sich ...

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Zürich Hauptbahnhof, ganz hinten auf dem Gleis 14: Am frühen Sonntagmorgen kletterten laut Augenzeugen zwei Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 17 und 22 Jahren über ein gesichertes Baugerüst zum Dach hoch – alle vier sind Schweizer. Von dort aus gelangten sie bis zur Querhalle, wo sich die grosse Anzeigetafel befindet.

Dort passierte es: Eine Scheibe des Glasdaches brach unter dem Gewicht einer 17-jährigen Frau ein. Sie stürzte rund 12 Meter in die Tiefe. Ein Leser-Reporter berichtet, dass er einen lauten Knall gehört habe.

Pfadiführerin aus Zürich

Die Kollegen der jungen Frau gelangten laut Augenzeugen von dort aus, wo sie auf das Dach gestiegen waren, wieder auf den Boden und meldeten sich bei den Rettungskräften.

Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmassnahmen sei die Frau noch vor Ort verstorben, schreibt die Kantonspolizei am Sonntag. Laut dem «Tages-Anzeiger» handelt es sich um eine Gymnasiastin und Pfadiführerin aus der Stadt Zürich.

Polizist leicht verletzt

Während der Reanimation löste sich laut der Polizei eine noch im Dachrahmen steckende Glasscherbe und fiel auf einen der helfenden Polizisten. Der Mann wurde dadurch leicht verletzt und musste in ein Spital gebracht werden. Dieses konnte er mittlerweile aber bereits wieder verlassen.

Warum die vier auf das Dach geklettert waren, ist unklar. Die genauen Umstände dieses Vorfalles werden derzeit durch die Kantonspolizei Zürich in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Zürich/Sihl untersucht.

Neben der Kantonspolizei Zürich und der Staatsanwaltschaft standen laut dem Communiqué auch die Berufsfeuerwehr Zürich, eine Ambulanz von Schutz & Rettung, ein Notarzt, je ein Team von Securitrans und Transportpolizei sowie ein Interventionsteam der SBB im Einsatz. (chk/sda)

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